Wohlbefinden – eine Fertigkeit

Dr. Richard Davidson ist einer der bekanntesten Neurowissenschaftler unserer Zeit und Gründer des „Center for Healthy Minds“, er folgte dem Rat des Dalai Lama und erforscht seither Güte (kindness), Mitgefühl (compassion) und Wohlbefinden (well-being) sowie die Auswirkungen von Meditation und Achtsamkeitsübungen mit modernsten wissenschaftlichen Methoden.

Neuroplastizität, Epigenetik und angeborene Güte

Seiner Arbeit zugrundeliegend sind drei Eigenschaften des menschlichen Gehirns und Körpers:

  • Neuroplastizität: Die Fähigkeit unseres Gehirns sich durch Erfahrungen und Training zu verändern. Viele diese Veränderungen geschehen unbewusst, doch man kann Neuroplastizität auch zu seinem Vorteil nutzen und positive Veränderungen willentlich herbeiführen.
  • Epigenetik: Wir alle kommen mit einem fixen DNS-Satz auf die Welt, das werden wir nicht beeinflussen können, aber wir können das die Aktivierung der Gene steuern, zum Beispiel durch Meditation.
  • Angeborene grundlegende Güte: Wir alle sind mit einer angeborenen Güte geboren. Dies zeigt sich gut in Neugeborenen, die warmherzige, kooperative und liebevolle Interaktionen suchen und egoistische, aggressive Umgebungen eher meiden. Ähnlich wie es mit der Sprache der Fall ist, brauchen Menschen eine wohlwollende Umgebung, um diese angeborene Güte zu aktivieren.

Kontemplative Praktiken & Achtsamkeitsübungen für mehr Wohlbefinden

Es gibt einige kontemplative Praktiken, darunter viele Achtsamkeitsübungen und Meditationspraktiken, die darauf ausgerichtet sind, Freundlichkeit und Mitgefühl zu kultivieren. Diese Praktiken erschaffen die positiven emotionalen Zustände nicht aus dem Nichts heraus, sondern erinnern uns vielmehr daran erinnern, dass wir mit ihnen geboren sind, dass wir sie in uns tragen.

Dr. Richard Davidson und sein Team haben ein Framework für Wohlbefinden mit vier Hauptbestandteilen aufgestellt, das modernste Forschung mit kontemplativen Traditionen verbindet.

Die vier Hauptbestandteile für Wohlbefinden

  1. Bewusstsein

Ein wandernder Geist ist ein unglücklicher Geist. Bewusstsein ist etwas, das wir alle haben. Die Wissenschaft zeigt, wenn wir unser Bewusstsein gezielt lenken, sind wir glücklicher und haben ein höheres Wohlbefinden.

  1. Verbundenheit

Mit Verbundenheit sind die Emotionen gemeint, die die Grundlage für erfolgreiche, harmonische soziale Beziehungen bilden. Das sind Emotionen wie Dankbarkeit und Wertschätzung, Freundlichkeit, Mitgefühl. Es gibt zahlreiche Beweise dafür, dass diese Emotionen und insbesondere Freundlichkeit gegenüber anderen am stärksten zum Gefühl von Wohlbefinden beitragen.

  1. Einsicht in das eigene Selbst

Bei dieser Art von Einsicht geht es darum, dass man eine gesunde Selbstwahrnehmung entwickelt. Man soll verinnerlichen, dass die Gedanken, aus denen wir unsere Selbstwahrnehmung bilden, wirklich nur Gedanken sind, nicht mehr. Sie sind nicht anders als jede andere Art von Gedanken. Diese Einsicht kann ziemlich befreiend sein.

  1. Lebensziel

Es ist bekannt, dass Menschen, die über ein übergeordnetes Ziel berichten, eine Art Polarstern, auf den ihr Leben ausgerichtet ist, von einem durchweg höheren Wohlbefinden berichten. Das Wichtigste dabei ist, das alltägliche Verhalten mit seinem Lebensziel in Einklang zu bringen.

Wohlbefinden – eine Fertigkeit

 Nun kommen wir zum zentralen Aspekt: Dr. Richard Davidson hat herausgefunden, dass die mit den Bestandteilen des Wohlbefindens verbundenen Gehirnareale Plastizität zeigen und trainiert werden können. Das heißt im Umkehrschluss, dass Wohlbefinden am besten als eine Fertigkeit betrachtet werden sollte. Eine Fertigkeit, die trainiert und geübt werden kann. Genauso wie man seine Muskeln durch Bewegung stärkt, kann und sollte das Wohlbefinden durch mentale Übungen, wie zum Beispiel Meditation und andere Achtsamkeitsübungen, gestärkt werden.

Dr. Richard Davidson konnte nachweisen, dass nur wenige Minuten Meditation am Tag ausreichen, um eine erkennbare, messbare Veränderung im Gehirn hervorzurufen. Investiere diese Minuten in Deine mentale Gesundheit!

Du möchtest mehr über dieses spannende Thema erfahren? Dann melde Dich an zum 8. Salzburger Achtsamkeitsforum (online) mit einem Doppel-Vortrag mit Prof. Richard Davidson & Dr. Britta Hölzel unter dem Motto: Gedanken bergauf! Schnell sein lohnt sich, die Plätze sind begrenzt.

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