Warum Mindful Leadership Sinn macht

Die Arbeitswelt verändert sich. Und mit ihr auch der Führungsstil der Vorgesetzten. Denn das traditionelle Führungsmodell ist nicht zielführend und so nicht mehr gefragt. Chefs sind keine strengen Figuren hinter geschlossenen Bürotüren mehr. Sie sind motivierende Pioniere, die aktiv fördern und gestalten. Dabei den Veränderungen der Zukunft entspannt entgegenblicken und auf Selbstverantwortung und Kommunikation setzen. Wie lässt sich dieser Führungsansatz aber in einen stressigen Arbeitsalltag integrieren? Die Antwort: Mindful Leadership.

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Neues Führungsmodell Mindful Leadership 

Das Konzept der Achtsamkeit ist nicht neu. Schließlich stammt es ursprünglich aus dem Buddhismus und hat bereits vor über 40 Jahren Einzug in die westliche Hemisphäre gehalten. Achtsamkeit ist dabei kein esoterischer Hokuspokus. Sondern eine mentale Praktik, der sich bereits zahlreiche klinische Studien und neurowissenschaftliche Untersuchungen gewidmet haben. Kein Wunder also, dass sich zum Thema Mindfulness fast 3.000 wissenschaftliche Publikationen finden lassen. Aber was ist Mindfulness? Es ist die Fähigkeit, Situationen wertfrei anzunehmen und aus einer Ruhe heraus klüger zu agieren. Ein mentaler Zustand also, der Führungskräften entgegenkommt. Zudem wirkt sich Achtsamkeit positiv auf Kreativität, Intelligenz, Klarheit und Entschlossenheit aus. Ergo: auf wichtige Führungsqualitäten.

Der positive Einfluss von Achtsamkeit 

Die zahlreichen Studien zum Thema Mindfulness haben eines belegt: Achtsamkeit wirkt sich positiv auf Psyche und Körper aus. So hilft Achtsamkeit bei

  • Stress,
  • Ängsten,
  • Depressionen
  • und erleichtert den Umgang mit vielen, auch chronischen Erkrankungen.

Die kanadische Psychologin Linda Carlson hat in einer großangelegten Studie den positiven Einfluss von Achtsamkeit erforscht. Sie konnte feststellen, dass Praktiken der Achtsamkeit die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen mit körperlichen Erkrankungen signifikant erhöhen. So traten Stress, Ängste und Depressionen bei Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern dann seltener auf, wenn sie Achtsamkeit in ihrem Alltag praktizierten. Und was sich im Alltag positiv auswirkt, muss doch auch im beruflichen Kontext förderlich sein, oder? Das dachte sich zumindest Chade-Meng Tan 2007. Er führte Mindful Leadership bei Google ein. Statt nur Umsatz und Effizienz im Auge zu haben, konzentrierte er sich auch auf Achtsamkeit. Gemeinsam mit Mindfulness-Expertinnen und -Experten wie Jon Kabat-Zinn dem Erfinder von MBSR entwickelte er ein Mindful Leadership-Programm – und führte dieses im Unternehmen ein. „Search Inside Yourself“ führte beim Tech-Giganten zu gelasseneren, zufriedeneren, kreativeren und am Ende erfolgreicheren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Weniger Stress

Aber nicht nur Google setzt auf Mindful Leadership. Auch Apple, SAP und Bosch führten das Prinzip der Achtsamkeit in ihren Business-Alltag ein. Und das mit messbarem Erfolg. So wirkt sich Mindfulness positiv auf die Stressbewältigung aus. Ein Effekt, der sich gerade in Krisenzeiten bezahlt macht. Aber nicht nur in diesem Bereich machte sich das Konzept von Mindful Leadership bemerkbar. Weitere messbare Auswirkungen sind:

  • gesteigerte Konzentrationsfähigkeit
  • kreativere Problemlösungskompetenzen
  • verbesserte Fremd- und Selbstwahrnehmung
  • höhere emotionale Kompetenz
  • mehr Empathie
  • verbesserte Entscheidungsfähigkeit
  • flexiblerer Umgang mit Herausforderungen
  • verbesserte Netzwerk-Kompetenzen

Weniger Krankheitstage 

Das Konzept von Mindful Leadership führt in Unternehmen auch dazu, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weniger oft krank sind. Die Anzahl der Krankenstandstage sinkt im Schnitt signifikant. Wie kommt’s? Jede Art von Stress, der sich über Wochen oder sogar Monate erstreckt, ist schlecht für den Körper. Chronischer Stress wirkt sich nämlich auf die Ausschüttung von Stresshormonen aus. Und das hat direkten Einfluss auf das Immunsystem, weil die Immunzellen ihre Fähigkeit verlieren, sich zu vermehren, um so Krankheitserreger abtöten zu können. Ein gestresster Mensch ist somit öfter und länger krank als einer, der Stress nicht über einen längeren Zeitraum ausgesetzt ist. Achtsamkeit lässt Stress spürbar und messbar sinken – und wirkt sich so auch positiv auf das Immunsystem aus.

Weniger Fluktuation 

Das Arbeitsklima in einem Unternehmen ist ausschlaggebend dafür, wie lange Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diesem treu bleiben. Ist das Klima toxisch, wird kein qualifiziertes Teammitglied dieses über einen längeren Zeitraum aushalten. Vielmehr suchen sie das Weite. Und das lässt sich anhand der Fluktionationsrate zeigen. Wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter kündigt, ist das für ein Unternehmen ein wahrer Verlust. Persönlich und finanziell. Es gilt daher, jedes qualifizierte Teammitglied zu halten – und zwar mit Mindful Leadership. Denn dieses Führungskonzept führt dazu, dass sich das Arbeitsklima verbessert, der gefühlte Stress nachlässt, Kreativität wieder Raum hat und ein Miteinander auf Augenhöhe praktiziert wird. 

Unternehmen nutzen Achtsamkeitsprogramme gegen Arbeitsstress 

Bei SAP ist die sogenannte „Global Mindfulness Practice“ seit Jahren eines der erfolgreichsten Mitarbeiterprogramme. Es unterstützt jedes Teammitglieder dabei, innere Ruhe, Selbstfürsorge und Klarheit zu entwickeln – und das im Arbeitsalltag. Damit soll das Selbstbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie auch deren emotionale Intelligenz gestärkt werden. Und wie funktioniert das? Indem man lernt, die stressigen Momente mit achtsamen Praktiken auszugleichen. So sind kurze, achtsame Spaziergänge oder Minuten der Stille Alltag bei SAP.

Achtsamkeit in Führungspositionen 

Je achtsamer eine Führungskraft ist, desto zufriedener sind auch deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und: desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass jene in ein Burnout schlittern. Warum? Weil achtsame Chefs emotional intelligenter sind. Sie können ihre Emotionen durch Mindful Leadership besser kontrollieren, wodurch sie ausgeglichener sind und ihr prosoziales Verhalten gefördert wird. Sie explodieren also nicht beim ersten Problem, sondern helfen ihrem Team dabei, es mit Ruhe und Fokus zu lösen. Achtsame Führungskräfte belasten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so in stressigen Phasen nicht durch die Erzeugung von zusätzlichem Stress. Vielmehr sind sie Pole der Ruhe, die jedes Teammitglied bei der Ausführung seiner Rolle unterstützen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich so weniger belastet und angespannt. Und das hat messbare Auswirkungen: Sie sind produktiver, haben verbesserte kognitive Fähigkeiten und ein besseres Arbeitsgedächtnis.

Achtsamkeit erlernen mit dem Mindlead Institut

Mindful Leadership ist in einer modernen Arbeitswelt der Schlüssel zum Erfolg. Doch wie wird man eine achtsame Führungskraft? Mit der richtigen Anleitung und Unterstützung. Diese bietet dir das Mindlead Institut (ehemaliges Mindful Leadership Institut) mit Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier lehren dich Expertinnen und Experten, wie du dein Team achtsam führst. Und das muss nicht mit Yogamatte oder Meditation sein. Sondern mit Hilfe wissenschaftlich erforschter Achtsamkeitsansätze.

Am Mindlead Institut hast du die Möglichkeit, alle Grundlagen und Methoden zu lernen, um eine zertifizierte Beraterin bzw. ein zertifizierter Berater für Mindulfness in Unternehmen zu werden. So lässt du Mindful Leadership in dein Unternehmen einziehen. Du arbeitest bereits als Trainer, Coach oder Berater? Dann kannst du dich in Salzburg, Hamburg, Wien, Berlin, Stuttgart oder Zürich zur zertifizierten Achtsamkeitstrainerin bzw. zum zertifizierten Achtsamkeitstrainer ausbilden lassen.

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