Mindfulness? Nicht dein Ernst

Mindfulness im Ernst, oder? Warum Mindfulness auch lustig sein darf

Humor steckt an, inspiriert uns und lässt uns hoffen, schafft Verbundenheit und Geselligkeit. Und ist sogar nachgewiesenermaßen gut für die Gesundheit und die Heilung! Nicht nur der Volksmund sagt: Lachen ist gesund. Auch wissenschaftlich ist inzwischen bewiesen, dass Humor das Immunsystem beeinflussen und den Heilungsprozess unterstützen kann.

Wie viel „Ego“ braucht man? – Genug, um nicht vor einen Bus zu laufen. Shunryu Suzuki (Zen-Meister)

Achtsame Menschen dagegen sind leise, bedacht und … naja, langweilig und unlustig? Eines meiner ursprünglichen zahlreichen Vorurteile gegen Mindfulness war, dass es irgendwie humorlos ist. Und Meditieren schien nun wirklich nicht lustig. Doch das sehe ich heute ganz anders. Achtsam sein bedeutet nämlich nicht nur, still und einsam auf seinem Meditationskissen zu sitzen. Achtsamkeit bedeutet, im aktuellen Moment zu sein, ohne Wertung. Und je mehr wir im Hier und Jetzt leben, also achtsam sind, desto lustiger werden wir. Humor und Achtsamkeit hängen in vielen Aspekten zusammen. Und ohne Achtsamkeit geht uns schnell der Humor verloren. Um einen guten Witz zu machen, muss man im Hier und Jetzt sein, also achtsam, gut beobachten, d.h. die Situation durchblicken und gleichzeitig auf Wissen zurückgreifen, die ein Pointe erlaubt.

Humor ist quasi Achtsamkeit! Je mehr wir lernen, im Jetzt zu sein, was bedeutet, achtsam zu sein, desto lustiger werden wir. Achtsamkeit macht lustig und lachen macht gesund, das heißt: Achtsamkeit macht gesund! Auch im Arbeitskontext hilft uns Humor. Lachen ist eine universale Sprache und stimuliert beide Seiten unseres Hirns. Humor steckt zudem an und wirkt entspannend und anregend, trägt zu einer freundlich-konstruktiven Beziehung bei und festigt das Arbeitsbündnis. Humor und Achtsamkeit zusammen helfen uns auch bei der Stressbewältigung und unterstützen das Immunsystem und selbst die Schmerztoleranz steigt. Das heißt, dass wir Stress und Schmerzen besser ertragen können, wenn wir alles dafür tun, unseren Humor zu fördern. Selbst Lächeln hilft.

Und die gute Botschaft ist: Achtsamkeit und Humor lässt sich trainieren. Eine kleine Übung, die Du gut ohne viel Zeitaufwand machen kannst, ist, ein paar Minuten innezuhalten, den Fokus zunächst auf den Atem zu richten und sich dann einen liebe*n Freund*in, ein Kind oder ein Haustier vorzustellen, die lachen oder sich freuen. Oder du denkst an eine Situation, in der Du das letzte Mal richtig herzlich gelacht hast. Wo hast du die Freude gespürt?

Achtung, Witz:

Zwei Freunde treffen sich auf der Straße. Der eine fragt: „Hey, wie geht es Dir?“ Der andere antwortet: „Danke, gut!“ „Was ist mit Deinem Sohn? Ist er noch arbeitslos?“ „Ja, das ist er noch. Aber er meditiert jetzt.“ „Meditiert? Was ist das?“ „Weiß ich nicht. Aber es ist besser, als herumzusitzen und nichts zu tun.“

Beitrag von unserer Trainerin Louise Gebele

Photo by Jamie Brown on Unsplash

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