Mindful Innovation: Innovation im Unternehmen durch Achtsamkeit

Ein innovatives Unternehmen richtet seinen Blick nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft. Dabei definiert es sich nicht nur über neue Produkte, sondern auch über eine moderne und offene Unternehmenskultur – es setzt auf starke Visionen und eine positive Arbeitsatmosphäre, in der kreatives Denken gefördert wird.

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Was bedeutet Innovation? Eine Definition 

Innovation bedeutet, bestehende Produkte ein klein wenig zu verändern und so etwas „Neues“ zu erschaffen – diese Definition vertreten zumindest die meisten Unternehmen. Sie nehmen althergebrachte Produkte her, verändern Farbe, Form sowie Größe und erweitern dessen Funktionalität. Diese Herangehensweise ist jedoch nicht wirklich innovativ. Vielmehr handelt es sich dabei um eine inkrementelle Innovation und diese funktioniert nur so lange, bis der Markt gesättigt ist und das bestehende Produkt durch neue anderer Hersteller ersetzt wird. Als Beispiel für inkrementelle Innovation kann man die Handyentwicklung von Nokia sehen – die Mobiltelefone dieser Marke, die stets in Form und Größe verändert und mit ein paar neuen Features ausgestattet wurden, waren so lange erfolgreich, bis das iPhone kam: Ein Mobiltelefon, dass sich in Form und Funktion komplett von den Produkten der Konkurrenten unterschied und somit gundlegend innovativ war. 

Welche Arten von Innovationen gibt es? 

In der Wissenschaft differenziert man zwischen drei verschiedenen Arten von Innovation. Diese unterscheiden sich jeweils durch den Gegenstand, auf den sie sich beziehen. Die drei Innovationsarten sind:

  1. Die Prozessinnovation
    Unter der Prozessinnovationen versteht man Verbesserungen an Geschäftsprozessen und an betrieblichen bzw. organisatorischen Abläufen. Ihr Ziel ist dabei, Kosten zu senken und bzw. oder die Produktivität im Unternehmen zu steigern. Erforderlich ist diese Form der Innovation, damit ein Betrieb wettbewerbsfähig bleibt. Eines der bekanntesten Beispiele für eine gelungene Form von Prozessinnovation ist die Erfindung des Fließbandes in der Industrie im frühen 20. Jahrhundert.
  2. Die Produktinnovation
    Unter die Kategorie der Produktinnovationen fällt neben der Verbesserung oder Überarbeitung von Gütern auch die vollkommen neue Entwicklung innovativer Sachgüter. So sind Beispiele für eine erfolgreiche Produktinnovation im Automobilbau einerseits die Einführung von Antiblockiersystemen und Airbags sowie andererseits auch die Verringerung des Kraftstoffverbrauchs.
  3. Die Geschäftsmodellinnovation
    Die sogenannte Geschäftsmodellinnovation geht über die Prozess- und die Produktinnovation hinaus. Hierbei handelt es sich um eine Neuerung der Wertschöpfungsarchitektur, bei der unter anderem die Kundenbeziehung, das Preismodell und die Verteilung der Wertschöpfung berücksichtigt werden. Durch eine Geschäftsmodellinnovation versprechen sich Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Als Beispiel für diese Art der Innovation wird häufig der Wandel von IBM vom reinen Computerhersteller zum IT-Dienstleister genannt.

Wie entsteht Innovation im Unternehmen? 

In der heutigen Zeit entsteht Innovation nicht mehr hinter verschlossenen Türen von Manager-Büros, sondern in offener Zusammenarbeit mit den Kundinnen und Kunden des Unternehmens. Durch diese Herangehensweise kann das Unternehmen verhindern, dass potenzielle Käufer und Käuferinnen ganz andere Anforderungen an das Produkt haben als jene, von denen das Unternehmen ausgegangen ist.

Nichts ist bei der Einführung eines neuen Produktes schlimmer als die Erkenntnis, dass neue Funktionen von den Kundinnen und Kunden gar nicht geschätzt, während andere schmerzlich vermisst werden. Diese Erfahrung musste auch Apple machen, nachdem das Unternehmen bei einer neuen MacBook-Generation die USB-Anschlüsse entfernte. Eine Generation später – nach großem Aufschrei – sind diese wieder zurück.

Um genau jene Situation zu vermeiden, legen neuere Methoden des Innovationsmanagements den Schwerpunkt auf einen interagierenden und kundenzentrierten Innovationsprozess. Dieser kann in folgende zehn Einzelschritte gegliedert werden:

  1. Mittels ausgiebiger Recherche und Analyse die richtigen Voraussetzungen für das neue Produkt oder das neue Geschäftsmodell schaffen.
  2. Ausgiebig Informationen sammeln sowie potenzielle Kundinnen und Kunden und deren Bedürfnisse analysieren.
  3. Ein erstes Modell erschaffen.
  4. Das unternehmensinterne Wissen um Technologie, Umfeld und Kunden vertiefen.
  5. Weitere Informationen sammeln.
  6. Auf Basis dessen einen Prototyp erzeugen und mit diesem ausgiebig testen.
  7. Das Geschäftsmodell am Markt aufbauen und einen detaillierten Plan mit Meilenstein erstellen.
  8. Das entworfene Geschäftsmodell dem Feedback anpassen.
  9. Alle gesammelten Erkenntnisse aus dem Innovationsprozess in das Geschäftsmodell einfließen lassen.
  10. Das neue Geschäftsmodell sowie die neuen Innovationen entwickeln.

Welche Bedeutung hat Innovation im Unternehmen? 

Durch die neuen Technologien und durch die zunehmende Globalisierung des Marktes sind Unternehmen in der modernen Welt einem schnellen und stetigen Wandel unterworfen. Darüber hinaus werden die Kundinnen und Kunden immer anspruchsvoller und die Produktpalette, aus der sie wählen können, immer größer. Damit ein Unternehmen unter diesen Bedingungen langfristig bestehen kann, muss es nicht nur laufend neue Produkte auf den Markt bringen, sondern auch seine internen Prozesse unaufhörlich verbessern und die Kosten senken. Zudem müssen die Kundinnen und Kunden sowohl von den Vorteilen des Produkts als auch vom Unternehmen an sich überzeugt werden.

Betriebe sind daher gezwungen, ständig innovativ zu sein – und das stellt viele vor eine riesige Herausforderung. Warum? Weil Innovationen häufig schon während des Entwicklungsprozesses scheitern und andere nach Launch am Markt nicht bestehen. Zudem betreiben vor allem kleine und mittelständische Unternehmen kein Investitionsmanagement. Sie versteifen sich auf ihre bereits etablierten Produkte und wehren sich aufgrund ihrer Angst vor Veränderungen gegen jegliche Form von Innovation. Es ist daher wichtig, die Innovation im Unternehmen zu etwas werden zu lassen, dass in die bestehenden Prozesse integriert ist. Ist ein Innovationsprozess effizient gestaltet und fest im Unternehmen verankert, nimmt ihm das den Schrecken – das Auseinandersetzten mit neuen Ideen und deren Umsetzung wird so zu etwas Selbstverständlichem.

Welche Rolle nehmen Mitarbeiter dabei ein? 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Sachen Entwicklung von bahnbrechenden Ideen eine enorm wichtige Ressource. Ihre Kreativität kann in der Praxis zu einer erfolgreichen Innovation führen. Damit originelle Gedanken in einem Unternehmensumfeld aber überhaupt Platz haben, ist kreativer Freiraum eine wichtige Grundvoraussetzung. Die Schaffung eines solchen Raumes ist Aufgabe des Unternehmens – und damit ist kein Pausenraum mit Kicker gemeint. 

Was macht eine innovative Unternehmensführung & Unternehmenskultur aus? 

Das unternehmensinterne Umfeld ist eine weitere wichtige Voraussetzung für das Entstehen und Entwickeln von neuen und innovativen Ideen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen sich inspiriert und motiviert fühlen – das tun sie nur, wenn die Unternehmenskultur und die Art, wie das Unternehmen geführt wird, das zulässt.

Die Innovationskraft kann durch ein entsprechendes Leitbild und durch eine gemeinsame Vision gefördert werden – und dafür ist das Management verantwortlich. Warum? Weil in jedem Betrieb die Unternehmenskultur von jenen Werten geprägt ist, die vom Management entwickelt und transportiert werden. Das Management hat Einfluss darauf, wie im Unternehmen mit Ideen umgegangen wird. Werden diese gefördert? Finden sie Gehör? Werden die angenommen und umgesetzt? Ist das nicht der Fall, wird die Belegschaft immer seltener kreative Gedanken formen und diese nicht mehr mit dem Management teilen. Ist die Führungsebene eines Unternehmens hingegen begeisterungsfähig, offen und mutig genug, um neue Wege zu bestreiten, so schlägt sich das sowohl auf die Unternehmenskultur als auf auch die Innovationsstärke des Betriebs nieder. 

Welche Methoden des Innovationsmanagements gibt es im Unternehmen 

So manche Innovationen basieren auf einer spontanen Idee. Das heißt aber nicht, dass deren Umsetzung ungeplant war. Ganz im Gegenteil: Wenn ein Unternehmen die finanziellen Mittel zur Verfügung stellt, um ein Produkt oder ein neues Geschäftsmodell zu kreieren, sollte diese Kreation auf eine effiziente Art und Weise passieren. Deshalb setzen Konzerne wie auch Start-ups auf verschiedene Methoden des Investitionsmanagements. Unter anderem beispielsweise auf Vorgehensweisen wie:

  1. Jobs to be done: Diese Methode wird angewandt, um die wirklichen Beweggründe der angepeilten Zielgruppe herauszufinden. 
  2. Business Model Canvas: Hierbei wird ein Geschäftsmodell auf einer Leinwand visualisiert, um die verschiedenen geschäftsrelevante Dinge wie die Kundensegmente, das Nutzerversprechen sowie die Marketing- und Vertriebskanäle festzuhalten.
  3. Design Thinking: Das Ziel dieser Vorgehensweise ist, eine Innovation zu erschaffen, die von der Zielgruppe auch wirklich benötigt und auch genutzt wird. 

Innovation im Unternehmen fördern: 10 Tipps 

Unternehmen tun daher gut daran, die Innovationskraft ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern. Folgende 10 Tipps helfen Betrieben dabei, das kreative Potential ihrer Belegschaft zu nutzen:

  1. Neue Märkte entdecken: Statt sich auf umkämpften Märkten mit hartnäckigen Konkurrenten zu messen, können Unternehmen versuchen, neue Märkte für sich zu gewinnen. 
  2. Auf Vielfalt setzen: Der ideale Nährboden für kreative Ideen ist eine hohe Diversität in der Teamzusammenstellung. Es ist daher von Vorteil, bei der Personalauswahl darauf zu achten, dass ein breites Spektrum der Bevölkerung im Unternehmen vertreten ist. 
  3. Input von außen: Statt rein auf interne Lösungen zu setzen, nutzen zahlreiche Unternehmen die Möglichkeit, sich für die Innovationsentwicklung mit anderen zu vernetzen. Das sogenannte Crowd-Sourcing – also das Einbinden von Kundinnen und Kunden sowie externen Testerinnen und Testern – erhöht den kreativen Input um ein Vielfaches und somit auch die Chance, innovative Ideen zu generieren.
  4. Freiräume schaffen: Innovationen sind eng an kreative Freiräume gekoppelt, deshalb sind Leistungs- und Zeitdruck absolutes Gift, wenn es um die kreativen Fähigkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht. Zeitliche Freiräume im Arbeitsalltag und ein kreatives Umfeld beflügeln hingegen deren Innovationskraft.
  5. Ideen aufgreifen: Viele kreative Ideen versanden im alltäglichen Arbeitsstress. Sie werden nicht aufgenommen und zwischen den vielen anderen Punkten auf der To-do-Liste vergessen. Damit das nicht passiert, muss im Unternehmen ein Prozess geschaffen werden, der dabei hilft, Innovationen kritisch zu prüfen und deren Umsetzung voranzutreiben.
  6. Motivation fördern: Damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ‚außerhalb ihrer Box‘ denken, müssen sie dazu motiviert werden. Mittels Anerkennung und Wertschätzung von Vorschlägen kann jedes einzelne Teammitglied motiviert werden.
  7. Klare Regeln: Die Entscheidung darüber, ob eine Idee umgesetzt wird oder nicht, muss zeitnah erfolgen. Hängen die vorgeschlagenen Ideen zu lange in der Luft, demotiviert das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und behindert zudem die Entwicklung neuer Produkte, Konzepte und Geschäftsmodelle.
  8. Ideenausarbeitung gut vorbereiten: Sobald eine Idee im Unternehmen Anklang findet, muss deren Umsetzung sorgfältig durchgeplant werden. Angefangen von der finanziellen Planung, über die zeitliche bis hin zur Entwicklung und zum Marketing – jeder einzelne Schritt und jede involvierte Abteilung muss berücksichtigt werden. Dabei ist es wichtig, dass der Plan realistisch ist. Denn sobald Ziele verfehlt werden, demotiviert das alle Involvierten.
  9. Das Unternehmen auf die Innovationen vorbereiten: Jede und jeder im Unternehmen soll wissen, woran gearbeitet wird und wann die Innovation auf den Markt kommt. So ist niemand überrascht und das Team hat genügend Zeit, um sich auf den Produktlaunch vorzubereiten und sein Fachwissen diesbezüglich aufzufrischen.
  10. Kontrolle ist wichtig: Nach der Markteinführung gilt es, die Innovation im Auge zu behalten. Nur selten ist ein neues Produkt flächendeckend ein durchschlagender Erfolg. Vielmehr muss das Produkt regelmäßig überprüft und entsprechende Anpassungen vorgenommen werden, damit es ein Erfolg wird. 

Wie hängen Achtsamkeit und Innovation zusammen? 

In einem stressigen Arbeitsalltag fällt es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schwer, Zugang und Raum für neue kreative Ideen zu finden. Deadlines, Meetings, eine immer länger werdende To-do-Liste und der Druck der ständigen Erreichbarkeit stehen tagtäglich zwischen ihnen und ihrem kreativen Potential. Achtsamkeit hilft dabei, dieses störende Grundrauschen hinter sich zu lassen und im Kopf Freiräume für neue Ideen zu schaffen. Kreativität wie Innovation entstehen in Momenten der inneren Ruhe – in Momenten, in denen wir Gedanken und Ziele loslassen. Achtsamkeitstechniken unterstützen uns darin, im Hier und Jetzt anzukommen, den störenden Lärm der Welt auszublenden und aus den bekannten Bahnen auszubrechen.

Mindful Innovation: 3 Tipps für mehr Innovation durch Achtsamkeit 

Kreativität wie auch Innovation benötigen Raum. Diesen kann man schaffen, indem man mit Hilfe von Achtsamkeitstechniken lernt, bewusst auf Stille und achtsame Konzentration zuzugreifen. Folgende Übungen helfen dabei, die eigene Innovationskraft mittels Mindfulness zu steigern:

  1. Brainwriting: Schreibe alle deine Gedanken auf mindestens zwei A4-Seiten auf. Wichtig dabei ist, dass du schreibst und nicht was du schreibst. Das Niedergeschriebene muss keinen Sinn ergeben. Ziel der Übung ist vielmehr, dass du deinen Kopf für einen Moment von allen Gedanken befreist. Ist das der Fall, hat du Platz für ein innovative Idee geschaffen. 
  2. Meditation: Durch Meditation lernst du, dein Wohlbefinden zu steigern und das alltägliche Rauschen im Job ausblenden zu können.
  3. Momente der Achtsamkeit: Achtsamkeit heißt, sich des Moments bewusst zu werden. Dabei helfen tägliche kleine Routinen wie Reminder-E-Mails, die einmal am Tag verschickt werden und daran erinnern, wieder einmal richtig durchzuatmen. Auch können kurze Check-Ins vor dem Beginn eines Meetings wahre Wunder bewirken. Mit Hilfe dieser kleinen Momente der Achtsamkeit lernst du, Störungen auszublenden und dich auf Ideen voll und ganz einlassen zu können.

Innovation im Unternehmen fördern mit dem Mindlead Institut

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