Dankbarkeit und Achtsamkeit

Der moderne berufliche wie auch private Alltag ist stressig. Im tagtäglichen Trubel vergessen wir sehr schnell, wie gut wir es doch eigentlich haben. Stattdessen hetzen wir wie in Trance durchs eigene Leben und ärgern uns über jede Kleinigkeit. Warum finde ich keinen Parkplatz? Warum habe ich noch keinen Rückruf erhalten? Wieso streikt die Kaffeemaschine schon wieder? Diese alltäglichen Ärgernisse verstellen uns die Sicht auf das, was wirklich wichtig ist und uns glücklich macht: die Familie, der erfüllende Job, das gemütliche Zuhause. Dafür sind wir doch eigentlich dankbar, oder? Zum Glück lässt sich Dankbarkeit lernen und mit etwas Übung in den eigenen Alltag integrieren.

Was ist Dankbarkeit? 

Unter Dankbarkeit versteht man viel mehr als ein dahingesagtes Dankeschön. Dankbar zu sein heißt, sich über die kleinen Dinge des Lebens zu freuen. Dankbarkeit ist ein Lebensgefühl, das viele Vorteile mit sich bringt:

  • Eine Studie von Robert Emmons und Michael McCullough hat bewiesen, dass positive Gedanken gesünder machen.
  • Die Universität von North Carolina in Chapel Hill hat erforscht, dass Dankbarkeit Beziehungen verbessert.
  • Eine Studie der Universität von Manchester hat gezeigt, dass Dankbarkeit leistungsfähiger macht und Schlafstörungen mindert.
  • Laut der Universität von Pennsylvania macht das Gefühl der Dankbarkeit stressresistenter. 
  • Eine Studie der Universität von Indiana hat gezeigt, dass Dankbarkeit gewisse Gehirnregionen verändert und so für ein Rundum-Wohlbefinden sogt, was ein Burnout verhindern kann.

Wie wirkt Dankbarkeit? 

Wir fokussieren uns im Alltag viel zu sehr auf das, was uns stört, und das, was uns fehlt. Zudem nehmen wir im Leben sehr schnell vieles als selbstverständlich war. So freuen wir uns erst wieder über die Zeitersparnis, die uns ein Geschirrspüler beschert, wenn er eine Woche lang gestreikt hat. Wer Dankbarkeit praktiziert, die bzw. der fokussiert sich im Leben auf die positiven Dinge – auf das, was man hat und auf das, was gerade gut läuft. Diese Einstellung beeinflusst den Hypothalamus, der sich nicht nur unseren Stoffwechsel und unseren Schlaf, sondern auch auf unsere Stressresistenz auswirkt. Zudem führt ein Gefühl von Dankbarkeit dazu, dass der Körper das Glückshormon Dopamin ausschütten. Eine Studie der University of Pennsylvania konnte zudem belegen, dass regelmäßig praktizierte Dankbarkeitsübungen die eigene Zufriedenheit erhöhen und Anzeichen einer Depression linden können.

Warum ist uns Dankbarkeit oft nicht so bewusst?

Das hat evolutionäre Gründe. Unsere Vorfahren mussten ihre Aufmerksamkeit auf das richten, was sie bedroht, um zu überleben. So ist unser Gehirn seit Jahrtausenden darauf trainiert, sich stärker mit Gefahren und Bedrohungen zu beschäftigen als mit Dingen, die ein positives Gefühl auslösen. Das führt dazu, dass wir uns zwar prinzipiell einer Sache bewusst sind, für die wir dankbar sein sollten, dieses Bewusstsein aber sehr leicht wieder schwindet.

Was hat Dankbarkeit mit Achtsamkeit zu tun? 

Achtsam zu sein heißt nicht nur das Hier und Jetzt bewusst wahrzunehmen, sondern auch den Fokus auf das zu legen, was uns guttut. Um für etwas dankbar sein zu können, muss man das Positive erst erkennen und die eigene Aufmerksamkeit bewusst dorthin lenken – dabei hilf Achtsamkeit. So hängen Achtsamkeit und Dankbarkeit eng zusammen. Wer also seine Achtsamkeit trainiert, erkennt viele kleine – zuvor übersehene – Gründe, um dankbar zu sein. 

Dankbarkeit und Achtsamkeit im Unternehmen 

Die Wissenschaft ist sich sicher, dass Dankbarkeitsübungen stressbedingte Erkrankungen lindern können. Vor allem Führungskräfte strapazieren ihre mentale Gesundheit durch ihren fordernden Job. Je weiter der Stresspegel steigt, desto größer wird die innere Leere, desto weniger findet man erbauende Momente und umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, an einem Burnout zu erkranken. Dankbarkeit und Achtsamkeit am Arbeitsplatz sind der Weg, um aus dieser ungesunden Situation auszubrechen, ohne die Position oder das Unternehmen verlassen zu müssen. Im besten Falle profitierst nicht nur du von mehr Achtsamkeit und Dankbarkeit in deinem beruflichen Alltag, sondern auch deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und das wirkt sich positiv auf die gesamte Unternehmenskultur aus.

4 Tipps für mehr Dankbarkeit und Achtsamkeit 

Wie aber bereichert man jeden einzelnen Tag mit mehr Achtsamkeit und Dankbarkeit? Diese vier Tipps für mehr Dankbarkeit und Achtsamkeit helfen dir dabei:

  1. Die Dankbarkeitsmeditation
    Im Zuge dieser Übung entwickelst du Dankbarkeit in Rahmen einer Meditation. Du kannst sie jederzeit und beinahe überall praktizieren. Setze dich dafür in einer bequemen Position an einen ungestörten Platz und schließe deine Augen. Stell dir nun eine besondere Person, Situation oder einen Gegenstand vor, für die bzw. den du wahrlich dankbar bist. Konzentriere dich dabei auf so viele Einzelheiten wie möglich. Welche Augenfarbe hat die Person? Welche Oberfläche der Gegenstand? Was habe ich in der Situation gefühlt? Das innerliche Visualisieren wird dich nun mit einer unendlichen Dankbarkeit erfüllen. Nimm diese mit in deinen weiteren Tag, sobald du deine Augen wieder geöffnet hast.
  2. Das Dankbarkeitstagebuch
    Zu schnell vergisst man die tollen und schönen Momente eines Tages. Nimm dir daher an jedem Abend Zeit und liste in deinem Dankbarkeitstagebuch mindestens drei Dinge auf, für die du an diesem Tag ganz besonders dankbar warst. Notiere dir nicht nur Stichwörter, sondern halte sie so fest, dass du sie dir auch später beim erneuten Durchblättern des Tagebuches wieder in Erinnerung rufen kannst. Wenn du einmal eine Phase durchlebst, in der es dir schwerfällt, dich an positive Momente zu erinnern, hilft dir das Tagebuch dabei, wieder neue Lebensfreude zu schöpfen.
  3. Der Dankbarkeitsbrief
    Wann hast du einem Menschen in deinem Leben zuletzt deine tiefe Dankbarkeit ausgedrückt? Hast du das überhaupt schon einmal wirklich aufrichtig getan? Wenn es Menschen in deinem Leben gibt, die dir in jeder noch so schweren Phase beigestanden sind, dann lass sie wissen, wie dankbar du für sie bist. Zeige ihnen deine Wertschätzung, indem du diese in einem Brief an sie festhältst. So erkennst nicht nur du, welche tollen Menschen du an deiner Seite hast, sondern du beeinflusst auch dein direktes Umfeld positiv. Dankbarkeit kann dir dabei helfen, deine Freundschaften, Beziehungen und auch dein eigenes Selbstbild zu verbessern.
  4. Danke dir selbst
    Hast du dir schon einmal Danke gesagt? Das solltest du, denn es gibt in deinem Leben keinen Menschen, der tagtäglich mehr für dich tut als du für dich selbst.

 

Dankbarkeit und Achtsamkeit fördern mit dem Mindlead Institut

Du tust dir selbst etwas Gutes, wenn du der Achtsamkeit und Dankbarkeit in deinem beruflichen sowie privaten Alltag mehr Raum gibst. Trainiere sie, indem du dir die genannten Tipps zu Herzen nimmst. Darüberhinaus kann dich ein Lehrgang am Mindlead Institut (ehemaliges Mindful Leadership Institut) dabei unterstützen, Achtsamkeitsmethoden zu erlernen und diese in deinen Alltag zu integrieren. An unseren Standorten in Wien, Salzburg Berlin, Salzburg und Zürich bieten wir eine Vielzahl an Kursen an, die dich auf deinem Weg zu mehr Mindfulness und Dankbarkeit unterstützen.

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