Warum du gerade jetzt Meditieren lernen solltest

Die Corona-Pandemie hat die ganze Welt ins Wanken gebracht. Die Menschen haben nicht nur Angst vor einer Ansteckung, auch wirtschaftliche Sorgen sind allgegenwärtig. Daher ist es nicht verwunderlich, dass du dich überwältigt und gestresst fühlst und manche von uns schlicht von (Überlebens-)Ängsten geplagt sind.

Amygdala in Alarmbereitschaft

Das ist ganz normal. Unsere Amygdala läuft auf Hochtouren und schlägt angesichts der aktuellen „Bedrohungen“ Alarm. Dies führt dazu, dass sich unser Fokus genau auf diese angsteinflößenden Aspekte konzentriert. Aus evolutionärer Sicht ist das auch sehr sinnvoll, denn dieses Verhalten sichert unser Überleben. Aber das bedeutet auch, dass wir Gefahr laufen, unproduktiven Gedanken nachzuhängen: wir malen uns Worst-Case Szenarios aus oder verneinen die Gefahr. Daher haben wir weniger Zugang zu den kreativen und analytischen Teilen unseres Gehirns, was dazu führt, dass unsere Fähigkeit zur Empathie und Einfühlungsvermögen eingeschränkt ist.

Genau das sind aber die Fähigkeiten, die gute Leader ausmachen. Wir brauchen die volle Leistungsfähigkeit unseres Gehirns, um durchdachte Entscheidungen treffen zu können, neue kreative Lösungen finden zu können und unsere Angestellten, Geschäftspartner und Kunden ruhig und gut führen zu können. Kurzum um erfolgreiche, achtsame Leader sein zu können.

Rettungsanker Meditationspraxis: Stressbewältigung durch Meditation

Eine Meditationspraxis kann gerade in der jetzigen Situation hilfreich sein. In zahlreichen Studien wurde bestätigt, dass Meditation Angstgefühle reduzieren, unsere Amygdala beruhigen und unsere Fähigkeit zu kreativem Denken und Einfühlungsvermögen verbessern kann, kurz gesagt Stressbewältigung durch Meditation ist kein Mythos.

Baue diese drei Praktiken in deinen (Berufs-)Alltag ein

  1. Beginne den Tag mit einer kurzen Morgenmeditation

Den Tag mit einer Meditation zu beginnen, hilft dabei seine innere Mitte zu finden und seine Ängste zu beruhigen.

Mit der Zeit wirst du merken, dass du deinen Tag mit einer Offenheit und einem Bewusstsein für Möglichkeiten beginnst, die du sonst nicht gesehen hättest. Zen Meister Shunryu Suzuki nennt dies den „Beginner’s mind“ – unsere Gedanken kommen zur Ruhe, unser Verstand öffnet sich, um der um die Realität mit weniger Vorurteilen und weniger Voreingenommenheit zu begegnen. Auch der erfolgreiche Salesforce CEO, Marc Benioff, macht sich dies regelmäßig zu nutzen.

  1. Achtsamkeitspause – Nimm eine kurze Auszeit, wenn du in unproduktive Denkmuster verfällst

Wenn du unruhig wirst, nimm dir einen Moment Zeit zum Atmen und beobachte deine Gedanken. Es kann gut sein, dass du nicht mehr im gegenwärtigen Augenblick präsent bist und sich gedankliche „Was-wäre-wenn“-Szenarien eingeschlichen haben. Während die Planung von künftigen Szenarien unabdingbar ist, so ist es umso wichtiger, dies mit Präsenz und einem ruhigen Geist zu tun. Fokussiere dich auf die tatsächlichen Fakten und lasse dich nicht von Gedankenspielen mitreißen.

Ein praktischer Tipp: Lehnen dich in deinem Stuhl zurück, schließe deine Augen und richte deine Aufmerksamkeit auf das Senken und Heben deiner Bauchdecke, auf das Ein- und Ausatmen. Nach einer Weile wirst du bemerken, dass deine Gedanken ruhiger werden. Du wirst dich präsenter und lebendiger fühlen. Und du wirst merken, dass du offener für neue Möglichkeiten und Chancen bist.

  1. Meditieren bei der Arbeit: Beginne jedes Meeting mit einer kurzen Meditation

Nimm dir zu Beginn einer Besprechung (virtuell oder persönlich) einen Moment für eine kurze Meditation Zeit, um präsent zu sein, deine eigenen Emotionen wahrzunehmen und so die Besprechung mit gesteigerter Offenheit zu beginnen. Dies kann dazu beitragen, dass du und dein Team kreativere Lösungen für Probleme findet.

Für einige Angestellte wird das eine neue Erfahrung sein, manche könnten das als zu „touchy-feely“ empfinden. In so einer Situation kannst du deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einfach sagen, dass sie maximal aufmerksam und präsent sein sollen. Beginne nun mit einem Experiment: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich eine Minute lang auf ihren Atem konzentrieren. Wenn sie merken, dass sie abschweifen oder abgelenkt sind, sollen sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Atem richten. Die meisten „Neulinge“ sind überrascht, wie abgelenkt sie sind und wie schwer es war, eine Minute lang präsent zu bleiben. Diese einfache Übung kann schon die Dynamik eines Meetings verändern.

Die Vorteile einer Meditation auf den Punkt gebracht:

Eine Meditationspraxis ermöglicht es uns, aus unserem eigenen überlebenszentrierten Denken herauszutreten und uns einfühlsam mit anderen zu verbinden. Untersuchungen zeigen, dass wir, wenn wir Angst bekommen, einen größeren Egozentrismus an den Tag legen und es für uns schwieriger ist, die Perspektive anderer Menschen einzunehmen. Aber genau das ist die Aufgabe einer guten und achtsamen Führungskraft. Daher ist Meditation, oder das Lernen der Meditation, gerade in diesen Zeiten wichtig, starte mit diesen drei einfachen Praktiken, und zeige deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden, dass sie fokussiert, empathisch und mit einem offenen Geist agieren können – auch in Krisensituationen.

Diese drei Übungen können einen großen Unterschied machen. Probiere es aus und integriere Meditation und Achtsamkeit in deinen Alltag!

 

Inspiriert von: Harvard Business Review: Why Leaders Need Meditation Now More Than Ever

Bildnachweis: ©Melinda Nagy – stock.adobe.com

 

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