Persönliche Weiterentwicklung im Unternehmen

Jeder Mensch verändert sich – oder bist noch genauso wie du vor 10 Jahren warst? Vermutlich nicht. Ein Job, der für dich mit 20 noch der Traumjob war, wird dich vermutlich mit 30 nicht mehr fordern oder reizen. Niemand will jahrelang die gleiche Rolle einnehmen, ohne je die Möglichkeit zu haben, sein Tätigkeitsfeld zu erweitern und neue Skills zu erlernen. Deshalb ist es wichtig, dass auch Unternehmen auf die persönliche Weiterentwicklung ihrer Angestellten eingehen.

Der Stellenwert persönlicher Weiterentwicklung im Unternehmen steigt

Für Unternehmen ist es schwer, passende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Diese zu halten, ist daher sehr wichtig. Und das funktioniert nur dann, wenn man ihnen Raum und Ressourcen zur Verfügung stellt, um sich im Unternehmen persönlich weiterzuentwickeln. Schafft eine Organisation die nötigen Rahmenbedingungen, so stärkt das nicht nur die Bindung der einzelnen Angestellten ans Unternehmen, sondern erhöht auch deren Zufriedenheit.

Anzeichen für Entwicklungsbedarf in einer Organisation

Es gibt viele Anzeichen, die dafür sprechen, dass sich ein Unternehmen der persönlichen Weiterentwicklung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter widmen sollte. Ein sehr häufiges ist die Tatsache, dass Angestellte das Unternehmen verlassen, um in einer anderen Firma eine verantwortungsvollere Rolle einzunehmen. Ein weiteres ist, dass die Mitarbeiterzufriedenheit sinkt oder die Motivation der Angestellten abnimmt. Da diese Anzeichen für eine Führungskraft meist erst dann ersichtlich werden, wenn Unzufriedenheit und mangelnde Motivation sich schon negativ auf das Unternehmen ausgewirkt haben, ist es wichtig, den Bedarf der Personalentwicklung ständig zu ermitteln. Dabei hilft eine offene Kommunikation mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – und zwar von beiden Seiten.

Warum ist die persönliche Weiterentwicklung im Unternehmen wichtig?

Aus Unternehmenssicht ist die persönliche Weiterentwicklung des Teams vor allem deshalb wichtig, um die Fluktuationsrate in der Firma zu senken. Jeder Weggang ist schließlich nicht nur ein persönlicher Verlust, sondern kostet das Unternehmen auch Zeit und Geld. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die hingegen zufrieden sind und sich gefordert und gefördert fühlen, sind für jedes Unternehmen ein wahrer Schatz. Denn sie sind in vielen Bereich gut für den Betrieb:

  • Sie decken eventuell vorhandene Wissensdefizite auf und gleichen sie durch Weiterbildung aus.
  • Sie behalten Trends im Auge und können dank des erlernten Wissens adäquat auf diese reagieren.
  • Sie sind motiviert und gut ins Unternehmen integriert.
  • Sie bleiben dem Unternehmen langfristig erhalten.

Auch für das Recruiting ist die persönliche Weiterbildung der Angestellten relevant, denn geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für eine offene Führungsstellen findet man dann besonders gut, wenn man im Unternehmen entsprechende Personen aufgebaut hat. Werden Führungspositionen primär intern vergeben, wirkt sich das auf alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus – diese haben so ihren beruflichen Erfolg vor Augen.

Wie können Arbeitgeber die persönliche Weiterentwicklung im Unternehmen unterstützen?

Eine gute Führungskraft zeichnet sich dadurch aus, dass sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berät und coacht. Das wird in der hektischen, modernen Welt jedoch häufig vergessen. Die Arbeitsbelastung ist sowohl für die gesamte Belegschaft als auch für jede einzelnen Führungskraft so hoch, dass diese ihre unterstützende Rolle nicht wahrnehmen. Als Unternehmen ist also darauf zu achten, dass dem Management genügend Raum gegeben wird, um in ihren Teams eine langfristige und positive Weiterentwicklung zu fördern.

Des Weiteren sollten Arbeitgeber ein Programm zur Förderung von Kompetenzen und Wissen in ihrem Unternehmen etablieren. Denn wer sich nicht weiterentwickelt, bleibt stehen – und das ist in der schnelllebigen Welt fatal.

Zudem ist es wichtig, dass die herrschende Unternehmenskultur eine unterstützende ist. Nur wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von allen Seiten bei einer persönlichen Weiterbildung unterstützt werden, ist diese auch erfolgreich. Jeder Angestellte sollte die Möglichkeit haben, sich fortzubilden. Sogenannte persönliche Entwicklungspläne helfen dabei, die Weiterentwicklung jedes Teammitglieds zu verfolgen und zu fördern. Diese Pläne sollten unabhängig von Alter, Geschlecht, Hierarchiestufe und Rolle im Unternehmen verfolgt werden.

Wie können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihrer persönlichen Weiterentwicklung im Beruf arbeiten?

Es ist nicht einfach, im täglichen Berufsalltag aus der herrschenden Routine auszubrechen. Für die persönliche Weiterentwicklung ist es aber sehr wichtig, neue Bereiche auszuprobieren. Dieses Ausprobieren führt zu neuer Motivation sowie innerer Stärke, bringt Abwechslung und eine neue Sicht auf berufliche Möglichkeiten, die sich in einem Unternehmen ergeben. Schulungen und Kurse eignen sich besonders gut dazu, um neue Fähigkeiten zu erlernen und sich beruflich weiterzuentwickeln. Sie sind besonders für jene Arbeitnehmer geeignet, die sich selbst nur schwer Raum für eine Weiterentwicklung schaffen können. Fixe Seminartermine fordern diese Zeit ein und sind so unverschiebbare Fixpunkte im beruflichen Alltag. Gib das Gelernte dann an deine Teammitglieder weiter, damit diese durch dein neues Know-how neue Anreize bekommen. Stelle beispielsweise eine Präsentation zusammen, um dein Team über das im Seminar Gelernte zu informieren. Das könnte sie dazu inspirieren, ebenfalls die Möglichkeit einer Fortbildung wahrzunehmen und sich selbst weiterzuentwickeln.

6 Schritte zur Personalentwicklung

Wer Angestellte für sein Unternehmen gewonnen hat, tut gut daran, deren persönliche Entwicklung zu einem wichtigen Bestandteil des Personalwesens zu machen. Folgende sieben Schritte zur Personalentwicklung helfen dabei:

  1. Bedarf erkennen: Wer erkennt, dass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter eine Möglichkeit für persönliches Wachstum braucht, hat den ersten Schritt schon getan.
  2. Kommunikation: Wer mit seinem Team offen kommuniziert, wird erkennen, welches Mitglied gerade in einer Sackgasse feststeckt und diesem Möglichkeiten aufzeigen, um neue Wege im Unternehmen zu gehen. Eine offene Kommunikation führt auch dazu, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Gespräch suchen, wenn sie sich innerhalb der Organisation weiterentwickeln wollen.
  3. Ziele: Im Zuge eines Weiterentwicklungsgespräches werden dann die gesetzten Ziele besprochen und festgehalten.
  4. Maßnahme: Wenn das Ziel definiert ist, einigen sich Führungskraft und Angestellte auf die Maßnahme zur Weiterentwicklung im Unternehmen.
  5. Evaluierung: Wurde die Maßnahme erfolgreich abgeschlossen, darf die Evaluierung dieser nicht unterschätzt werden. War sie zielführend? Empfiehlt sie sich auch für andere Teammitglieder?
  6. Abschluss: Jedes Ende ist ein Anfang – so auch eine Weiterbildungsmaßnahme. Wie kann die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter das neue gelernte Wissen ins Unternehmen einbringen? Gibt es neue Rollen für sie bzw. ihn? Sollen aufbauende Maßnahmen ergriffen werden?

9 Methoden zur persönlichen Weiterentwicklung im Unternehmen

Sich auch als Führungskraft persönlich weiterzuentwickeln, ist nicht einfach. Man muss sich einerseits die Zeit dazu nehmen und andererseits Möglichkeiten und Wege finden, wie eine Weiterentwicklung in den stressigen Führungsalltag eingegliedert werden kann. Folgende neun Methoden helfen dir dabei, deine persönliche Weiterentwicklung im Unternehmen voranzutreiben:

  1. 360°-Feedback: Wähle fünf bis acht Personen aus wichtigen Anspruchsgruppen deines Führungsalltags aus und lasse dir von diesen Feedback zur Qualität der Zusammenarbeit geben.
  2. Progress Board: Suche dir drei Personen aus deinem näheren Umfeld aus, die in regelmäßigen Meetings deine Zielerreichung kontrollieren.
  3. Role Model: Frage eine Person, die im Unternehmen eine Rolle einnimmt, nach der du strebst, ob sie zu regelmäßigen Quartalsgesprächen mit dir bereit ist. Hier erfährst du, welche Schritte du setzen musst, um die angestrebte Position im Unternehmen zu bekleiden.
  4. Coaching: Lasse dich von einer Expertin oder einem Experten in Sachen Persönlichkeitsentwicklung coachen.
  5. Introspektion: Reflektiere konsumierten Content (Fachtexte, Filme usw.) bewusst aus der Perspektive deiner angestrebten Rolle im Unternehmen.
  6. Partnergespräche: Hole dir regelmäßig Feedback von Freunden, Verwandten oder Nachbarn.
  7. Umfeldbefragung: Frage Kolleginnen und Kollegen bei informellen Gelegenheiten, wie das Ziel aus ihrer Sicht heraus erreicht werden kann.
  8. Visionsklärung: Entdecke deine persönliche Passion durch inneres Träumen.
  9. Seminare: Besuche Seminare und Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung.

Mögliche Fehler und Hindernisse bei der beruflichen Weiterentwicklung

Die neun oben aufgelisteten Methoden sind leicht umzusetzen – bei deren Durchführung gibt es jedoch so einiges zu beachten. So sind potenzielle Fehlerquellen bei der persönlichen Weiterentwicklung im Beruf folgende:

  1. Zu viele Ziele: Achte darauf, dir nicht zu viele Ziele zu setzen, sondern dich auf ein Entwicklungsziel zu fokussieren.
  2. Unkonkrete Ziele: Definiere und formuliere deine Entwicklungsziele so klar wie möglich.
  3. Falsches Feedback: Hole dir nur von den Personen Feedback ein, die von deiner Verhaltensänderung profitieren sollen und genügend Einblick haben, um dir eine fundierte Rückmeldung geben zu können.
  4. Diskussionen: Nimm das Feedback an und bedanke dich dafür – auch dann, wenn du dessen Inhalt nicht teilst. Sofort darauf zu reagieren und das Feedback in Frage zu stellen, ist für die persönliche Weiterentwicklung im Beruf nicht förderlich.
  5. Aufgeben: Eine Veränderung tritt nicht von heute auf morgen ein – gib dir also die Zeit, die du brauchst, und wirf die Flinte nicht ins Korn, nur weil du nach zwei Monaten noch keine dauerhafte Veränderung wahrnimmst.

Wie kann Achtsamkeit die Weiterentwicklung im Unternehmen fördern?

Mit dieser Frage hat sich Paul J. Kothes intensiv befasst. Er hat im Zuge seiner Studie untersucht, wie sich eine dreijährige Ausbildung im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Achtsamkeitspraxis auf die Studienteilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewirkt hat. Kothes hat folgendes festgestellt:

  • 52% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben an, dass sie nun mit äußeren Anforderungen besser umgehen können.
  • 54% fühlten sich nach Absolvierung der Fortbildung leistungsfähiger.
  • Nur 7% stellten fest, dass sie immer noch Probleme damit haben, bei beruflichen Herausforderungen einen klaren Kopf zu bewahren.

Kothes Studie zeigt, dass sich durch Achtsamkeit im Job und die Möglichkeit zur persönlichen Weiterbildung die Leistungsfähigkeit und die Stresstoleranz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht. Zudem verfügen diese nun über eine mentale Klarheit im Job und davon kann jedes Unternehmen nur profitieren.

Wie kann die HR-Abteilung Achtsamkeit als Entwicklungsmöglichkeit im Unternehmen fördern?

Human Ressource Manager sind dafür verantwortlich, ein befürwortendes Sprachrohr zu sein und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihrem Wunsch nach einer persönlichen Weiterbildung im Unternehmen zu unterstützen. Da diese meist eng mit der Geschäftsführung zusammenarbeiten, können sie auf Key-Personen einwirken, um Fortbildungsmöglichkeiten für die Belegschaft zu schaffen.

Persönliche Weiterentwicklung im Unternehmen durch Achtsamkeit – mit dem Mindlead Institut

Eine Weiterbildungsmöglichkeit, auf die viele Unternehmen und Führungskräfte seit Jahren erfolgreich setzen, ist ein Seminar am Mindlead Institut (ehemaliges Mindful Leadership Institut). Im praxisnahen Mindful Leadership Workshop entwickelst du zum Beispiel neue Führungskompetenzen, die dir dabei helfen, die Leistungsfähigkeit, die Arbeitsqualität und die Zufriedenheit deines Teams zu steigern. Willst du auf deinen Führungskompetenzen aufbauen und diese stärken, so ist das Co-Resolve Seminar, das auf der sogenannten Lewis Method of Deep Democracy basiert, die perfekte Weiterbildung für dich.

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