Mental Coach: Erklärung, Aus- und Weiterbildung

Die fortschreitende Digitalisierung und die damit einhergehende ständige Erreichbarkeit machen die moderne Welt für viele Menschen sehr stressig – vor allem im Berufsleben. Zahlreiche Studien zeigen, dass sich dieser Stress negativ auf die mentale Gesundheit auswirkt. Neben Unternehmen und Organisationen setzten daher auch immer Privatpersonen auf sogenannte Mental Coaches, um gemeinsam mit diesen gegen die negativen Auswirkungen von Stress anzukämpfen.

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Was macht ein Mental Coach?

Ein Mental Coach ist eine gut ausgebildete Trainerin bzw. ein gut ausgebildeter Trainer, die bzw. der Menschen mit Fachwissen und zielgerichteten Methoden dabei unterstützt, Stress zu bewältigen und die eigene emotionale Stärke wieder zurückzugewinnen. Der Mental Coach lehrt im Rahmen eines professionellen Mentalcoachings, wie man den eigenen privaten wie auch beruflichen Alltag bewältigen kann und wie man in stressigen Situationen die richtigen Abwehrstrategien anwendet. Ein Mental Coach leistet mit ihrer bzw. seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Prävention von stressbedingten körperlichen wie auch psychischen Erkrankungen.

Was sind die Einsatzgebiete eines Mental Coaches?

Der Begriff ‚Mentalcoaching‘ ist vielen Menschen primär aus dem Sportbereich bekannt. Zum Beispiel setzen Fußballteams, Skikader oder aber auch erfolgreiche Einzelathletinnen und -athleten auf Mentalcoachings – und die machen sich bezahlt, schließlich lernen die Sportlerinnen und Sportler dabei, dem hohen Leistungsdruck standzuhalten und auch in stressigen Situationen fokussiert zu bleiben. Mental Coaches unterstützen mit ihrer wichtigen Arbeit aber nicht nur Athletinnen und Athleten in beinahe jeder Sportart, sondern häufig ebenso den gesamten Trainerstab – denn auch hier ist die Last, die auf den einzelnen Schultern lastet, sehr groß. Neben klassischen Sportarten setzen in jüngster Zeit vermehrt sogar E-Sport-Teams auf Mentalcoachings.

Wer sich für eine Ausbildung zum Mental Coach interessiert, muss jedoch nicht sportaffin sein, denn es gibt eine Vielzahl von Bereichen, in welchen Coaches tätig werden können. Unter anderem können Mental Coaches folgende Berufswege anstreben:

  • Selbstständiger Mental Coach von Einzelpersonen und Gruppen im Unternehmens- oder Privatkontext.
  • Angestellter Mental Coach für betriebliches Gesundheitsmanagment in einem Unternehmen oder in einer staatlichen Organisation.
  • Angestellter Mental Coach für interne Coachings bei Bildungsträgern oder in Behörden.
  • Angestellter Mental Coach in Unternehmen für Personalentwicklung, die andere Firmen beraten.

Was sind die Aufgaben eines Mental Coaches?

Ein Mental Coach verfolgt bei seiner Tätigkeit keinen ganzheitlichen Ansatz, sondern fokussiert sich während seines Mentalcoachings auf die Bewältigung von konkreten, akuten Alltagssituation, die das Potential haben, zu Stress oder zu einer allgemeinen Überforderung zu führen. Ziel des Coachings ist, dabei eine neue und gesündere innere Haltung zu entwickeln. Aus dieser heraus lassen sich die im Coaching erlernten Werkzeuge anwenden. Das hilft dabei, mit der stressauslösenden Situation souverän und entspannt umzugehen. In einem Coaching setzt der Mental Coach mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum Beispiel folgende Schwerpunkte:

  • Das Erkennen von eigenen Ängsten und hinderlichen Glaubenssätzen.
  • Die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten vor allem in Konfliktsituationen.
  • Das Festlegen von persönlichen Zielen.
  • Das geschickte Lösen von Konflikten.
  • Das Erlernen von cleverem Verhandeln.
  • Das Erzeugen einer eigenen Motivation.
  • Das verbesserte Wahrnehmen der eigenen Umwelt.
  • Das gezielte Entspannen mittels bewährter und erlernbarer Techniken.

Ein Mentalcoaching wirkt sich positiv auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus – und somit auch auf das Unternehmen, in dem diese tätig sind. Deshalb setzen immer mehr Unternehmen und Organisationen auf die Hilfe von Mental Coaches. In einem solchen Coaching bekommen die Angestellten und Führungskräfte vom Mental Coach Methoden an die Hand, die sie in Zukunft besser und gesünder mit Stress umgehen lassen. Zu den im Coaching gelehrten Ansätzen zählen unter anderem auch spezielle Entspannungstechniken wie die progressive Muskelrelaxation oder autogenes Training. Das Ziel eines solchen Mentalcoachings ist es, das Selbstbewusstsein der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu stärken, deren Wohlbefinden zu erhöhen, die Leistungsfähigkeit zu erhalten und gleichzeitig das Risiko für ein Burnout und andere stressbedingte psychischen Erkrankungen zu reduzieren.

Die positiven Auswirkungen eines Mentalcoachings sind wissenschaftlich bewiesen. Das ist einer der Gründe, warum diese im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung für interessierte Unternehmen sogar finanziell unterstützt werden.

Wie sind die Berufsaussichten eines Mental Coaches?

Ein Mentalcoaching wird in vielen Bereichen erfolgreich eingesetzt. Unter anderem in folgenden:

  • Sport und Training
  • Stressmanagement und Burnout-Prävention
  • Gewichtsveränderung
  • Berufliche Entwicklung und Selbstoptimierung

Da die Einsatzgebiete des Mentalcoachings derart weit gestreut sind, sind auch die Berufsaussichten für gut ausgebildete Mental Coaches sehr gut. Zudem wählt man als Mental Coach einen Beruf, den man bis ins hohe Alter mit Leichtigkeit und Freude ausüben kann und arbeitet meist ortsungebunden.

Was ist der Unterschied zwischen Mentalcoaching und Mentaltraining?

Die Begriffe ‚Mentalcoaching‘ und ‚Mentaltraining‘ werden häufig synonym gebraucht. Die beiden Wörter können jedoch nicht synonym verwendet werden, denn tatsächlich zeigen sich bereits bei einer näheren Betrachtung ihrer Bedeutung deutliche Unterschiede:

  1. Trainieren: Mit dem Verb ‚trainieren‘ bezeichnet man das Einüben von Handlungen und auch Denkweisen mittels systematischer Wiederholung. Trainiert wird die Person von einer Trainerin oder einem Trainer, die bzw. der dabei in der Hierarchie über der zu trainierenden Person steht. Beim Training ist es des Weiteren Aufgabe von Trainerin oder Trainer, die geeignete Trainingsmethoden festzulegen und den konkreten Ablauf des Trainings zu bestimmen. Die Beziehung der beiden Personen ist aufgrund des hierarchischen Verhältnisses deshalb eher distanziert.
  2. Beim ‚Coachen‘ hingegen ist kein hierarchisches Beziehungsgefälle gegeben. Vielmehr begegnen sich der Coach und seine Coachees – also die ‚Gecoachten‘ – auf Augenhöhe. Der Grund dafür ist, dass Coaches bei ihren Coachings eine beobachtende, analysierende und beratende Rolle einnehmen und ihre Methoden individuell im Lauf des Mentalcoachings an die jeweiligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer anpassen. Die Aufgabe eines Coaches ist es schließlich, dass die Coachees lernen, sich mit Hilfe psychotherapeutischer Maßnahmen selbst zu heilen.

Wer profitiert von einer Ausbildung zum Mental Coach?

Eine Ausbildung zum Mental Coach richtet sich an all jene, die mehr zum Thema ‚Effizientes Stressmanagement‘ wissen wollen und die an Methoden zu einem gesunden und positiven Umgang mit Stress interessiert sind. Darüber hinaus sollte man ein Interesse an Menschen und deren individuellen Lebensumständen haben. Beim Mentalcoaching geht es schließlich primär um den Menschen und darum, ihn beim Umgang mit herausfordernden und stressigen Situationen zu unterstützen.

Vorkenntnisse sind für die Ausbildung zum Mental Coach keine Voraussetzung. Dennoch können Interessierte, die bereits Vorkenntnisse und Kompetenzen in folgenden Bereichen mitbringen, von diesen während der Ausbildung profitieren:

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement in einem Unternehmen oder in einer Organisation
  • Human Resources
  • Fitness- und Ernährungsbranche
  • Gesundheitsbereich
  • Personen mit psychologischen, pädagogischen, medizinischen oder therapeutischen Vorkenntnissen

Eine Ausbildung zum Mental Coach eignet sich aber auch für Personen, die in anderen Bereichen tätig sind oder waren. Schließlich lernt man im Zuge der Weiterbildung alle grundlegenden Techniken, die man als Mental Coach braucht.

Was sollte man als Mental Coach mitbringen?

Wie bereits erwähnt, ist die wichtigste Kompetenz, die man als Interessent mitbringen soll, nicht bereits erlerntes Wissen, sondern die Begeisterung für das Arbeiten mit Menschen und das Interesse am Thema Persönlichkeitsentwicklung.

Wenn du als Mental Coach arbeiten willst, aber noch sehr jung bist bzw. noch sehr jung aussiehst, dann wäre es von Vorteil, wenn du ein selbstbewusstes Auftreten hast. Das liegt daran, dass älteren Menschen oft ein größerer Erfahrungsschatz und damit einhergehend mehr Kompetenz zugeschrieben wird. Ein junges Aussehen bzw. ein junges Alter kann dir beim Berufseinstieg in die Coachingbranche daher im Wege stehen. Hier hilft es dir, wenn du nicht nur mit fachlicher Kompetenz glänzt, sondern auch selbstbewusst auftrittst.

Da im Bereich des mentalen Coachings immer wieder neue Erkenntnisse gewonnen werden, ist es wichtig, dass du zudem den Willen mitbringst, dich ständig mit neuen Entwicklungen auseinanderzusetzen und so deine fachlichen Kompetenzen weiter auszubauen. Neben der hohen Lernbereitschaft ist des Weiteren Kommunikationsstärke sehr wichtig für die Arbeit als erfolgreicher Mental Coach. Schließlich musst du in der Lage sein, deine Ansprache deinen Coachingteilnehmerinnen und -teilnehmern anzupassen und dich stets klar und verständlich auszudrücken – egal wie komplex die Materie ist, in die du mit deinen Coachees eintauchst.

Ein selbstbewusster Auftritt und eine ausgeprägte Kommunikationsstärke zu haben, heißt jedoch nicht, dass du eine extrovertierte Persönlichkeit sein musst. Auch als ruhiger Charakter kannst du überzeugen und oft sogar ein besserer Zuhörer sein als deine extrovertierten Kolleginnen und Kollegen.

Bringst du die genannten gewünschten Voraussetzungen nicht mit, so sei nicht entmutigt! Im Rahmen der Coach-Ausbildung kannst du lernen, stark zu kommunizieren und selbstsicher aufzutreten.

Wie kann ich als Mental Coach meine Kompetenzen noch erweitern?

Du arbeitest bereits als Mental Coach? Dann kannst du deine Kompetenzen mit einer Ausbildung im Bereich Achtsamkeit bzw. Mindfulness noch weiter ausbauen. Achtsam zu sein heißt, voll und ganz im Hier und Jetzt anzukommen und aus dieser Position heraus die eigenen Gefühle und Gedanken wertfrei zu betrachten. Mit Hilfe von Achtsamkeit kann der Mensch gesünder mit Stress umgehen und psychische Belastungen besser meistern. Um Achtsamkeitstechniken richtig anzuwenden, braucht es einen Coach, der Privatpersonen oder Unternehmen in diese einführt. Als Mental Coach kannst du diese Ansätze in dein Methodenrepertoire aufnehmen und deinen Coachees beibringen.

Welche Aus- und Weiterbildungen gibt es für Mental Coaches im Bereich Achtsamkeit?

Wenn du dich für eine Aus- oder Weiterbildung in Sachen Achtsamkeit interessierst, so empfiehlt sich ein Kurs, in welchem dir die Grundlagen vermittelt werden, die du brauchst, um ein guter und erfolgreicher Coach zu werden. Die Ausbildung zur zertifizierten Beraterin bzw. zum zertifizierten Berater für Mindfulness am Mindlead Institut (ehemaliges Mindful Leadership Institut) an unserem Standort in Salzburg bietet dir genau das! Im Rahmen der 176 Stunden umfassenden Ausbildung legst du den Grundstein, den du für deinen Erfolg als Mental Coach brauchst.

» Zur Berater-Ausbildung für Mindfulness

Bist du bereits als Trainer, Coach oder Berater tätig, möchtest aber einzigartige Achtsamkeitstrainings im Arbeits- und Führungskontext entwickeln? Dann ist die Ausbildung zur zertifizierten Trainerin bzw. zum zertifizierten Trainer für Mindfulness in Organisationen genau die richtige Weiterbildung für dich. Möchtest du dein Coaching-Repertoire noch weiter ausbauen, so kannst du am Mindlead Institut im Zuge einer Weiterbildung das Salzburger Achtsamkeitsmodell kennen-, verstehen und vermitteln lernen.

» Zur Trainer-Ausbildung für Mindfulness in Organisationen

» Zur Trainer-Ausbildung nach dem Salzburger Achtsamkeitsmodell

Alle erwähnten Kurse am Mindlead Institut schließen mit einem umfassend anerkannten Zertifikat ab.

Wie lang dauern die Mental Coach Weiterbildungen?

Es gibt keine gesetzliche Vorgabe wie lang die Ausbildung zum Mental Coach dauert, deshalb variieren die Ausbildungszeiten von Anbieter zu Anbieter stark. Als Faustregel kannst du dir jedoch merken: Je länger die Ausbildungszeit ist, desto fundierter und angesehener ist diese wahrscheinlich auch. Eine Ausbildung zur zertifizierten Beraterin bzw. zum zertifizierten Berater für Mindfulness am Mindlead Institut umfasst beispielsweise vier Präsenzmodule zu je drei Tagen sowie die optionale Teilnahme an der jährlichen MIO-Konferenz. Für sogenannte Peer-Gruppentreffen, trainingsbegleitendes Literaturstudium sowie ein Praxisprojekt sind weitere 10 Arbeitstage aufzuwenden. Die Ausbildung entspricht so einem Gesamtumfang von 22 Tagen bzw. 176 Stunden.

Neben der Ausbildungsdauer solltest du bei der Auswahl des Anbieters darauf achten, von welchen Trainerinnen und Trainern du unterrichtet wirst. Welche Erfahrungen haben diese? Sind die in ihrem Feld erfolgreich?

Welchen Abschluss bekomme ich als Mental Coach durch die Weiterbildungen?

Weder in Deutschland noch in Österreich ist die Verwendung des Begriffs ‚Coach‘ gesetzlich reglementiert. Es darf sich daher jeder Mensch, unabhängig von dessen Ausbildung, Coach nennen und unter dieser Bezeichnung beruflich tätig sein. Da sehr viele Unternehmen und Organisationen Mental Coaches mit dem Training ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beauftragen, achten diese streng auf die Ausbildung der von ihnen gebuchten Person. Wenn du also als Mental Coach erfolgreich tätig sein willst, solltest du unbedingt darauf achten, dass die von dir besuchte Weiterbildung mit einer angesehenen Zertifizierung abschließt.

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