Matthias Horx, Zukunftsforscher und Vortragender, über Achtsamkeit: Mehr als ein Hype

Matthias Horx ist nicht nur einer der einflussreichsten Trend- und Zukunftsforscher
im deutschsprachigen Raum, sondern auch Gasttrainer am Mindful Leadership Institut.

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Wer ist Matthias Horx?

Matthias Horx ist Gründer des Zukunftsinstituts mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Er verfasste nicht nur zahlreiche Bücher und Studien, sondern ist auch Herausgeber des jährlich erscheinenden Zukunftsreports. Matthias Horx hält Vorträge, die in allen Wirtschaftsbranchen als Anregung und Orientierung für Zukunftsentwicklung gebucht werden, und ist ein großartiger Redner zu sozialen, technologischen, ökonomischen und politischen Trends. Als Zukunftsforscher steht Horx für eine Futurologie, die nicht jeder Angst hinterherrennt oder auf jeden Technik-Hype aufspringt, sondern vielmehr einen Bewusstseinswandel miteinbezieht. Zukunft entsteht für Matthias Horx dann, „wenn wir die Welt aus der Perspektive des Morgen betrachten – und unser Geist die Verbindungen zwischen Gegenwart und Zukunft verspürt!“

Biographie von Matthias Horx

Matthias Horx wurde 1955 in Düsseldorf geboren und interessierte sich als technikbegeisterter Junge bereits früh für die Geheimnisse der Zukunft. Nach seinem Abitur in Frankfurt a. M. studierte er an der dortigen Universität Soziologie. Nach seinem Studium arbeitete Horx als Comiczeichner, Science Fiction-Autor und als Journalist sowie Redakteur bei TEMPO, ZEIT und MERIAN in Hamburg. Nach einer Laufbahn als Medienfachmann und Publizist gründete er gemeinsam mit Peter Wipperman das Hamburger Trendbüro und entwickelte sich zu einem der einflussreichsten Trend- und Zukunftsforscher des deutschsprachigen Raums. 1998 gründete Matthias Horx das Zukunftsinstitut, das sich zum führenden Think-Tank für Trend- und Zukunftsforschung etabliert hat. Ziel des Instituts mit Sitz in Wien und Frankfurt am Main ist es, den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel in seinen Mustern zu erkennen und zu beschreiben, um so Orientierung zu geben sowie den Blick für Zukunft und ihre Potenziale zu schärfen. Als begeisterter Europäer pendelt Horx zwischen London, Frankfurt a. M. und Wien hin und her, wo er seit 2010 mit seiner Familie das sogenannte ‚Future Evolution House‘ bewohnt – ein Haus, dass in allen Bereichen mit Blick auf die Zukunft durchdacht wurde.

Welche Bücher gibt es von Matthias Horx?

Matthias Horx veröffentlichte bis dato über 20 Bücher, von denen einige zu Bestsellern wurden, darunter:

  • Die Hoffnung nach der Krise – Wohin die Welt jetzt geht oder wie Zukunft sich immer wieder neu erfindet
  • Die Zukunft nach Corona – Wie eine Krise die Gesellschaft, unser Denken und unser Handeln verändert
  • 15½ Regeln für die Zukunft
  • Future Love – Die Zukunft von Liebe, Sex und Familie
  • Zukunft wagen – Über den Umgang mit dem Unvorhersehbaren
  • Das Megatrend-Prinzip – Wie die Welt von Morgen entsteht
  • Das Buch des Wandels – Wie Menschen ihre Zukunft gestalten
  • Anleitung zum Zukunfts-Optimismus
  • Zukunft passiert
  • Wie wir leben werden
  • Future Fitness
  • Smart Capitalism
  • Die acht Sphären der Zukunft
  • Trendbuch 2
  • Das Zukunfts-Manifest
  • Trendbüro – Trendwörter-Lexikon
  • Was ist Trendforschung?
  • Trendbuch 1
  • Millennium Moral
  • Markenkult
  • Aufstand im Schlaraffenland
  • Das Wörterbuch der 90er Jahre
  • Die wilden Achtziger
  • Das Ende der Alternativen
  • Glückliche Reise
  • Es geht voran

Matthias Horx zum Megatrend Achtsamkeit

Matthias Horx‘ Zukunftsinstitut gibt am Ende jedes Jahres einen Zukunftsreport heraus, der die Trends des darauffolgenden Jahres auslotet und vorstellt. Bereits in seinem Zukunftsreport für das Jahr 2016 hatte Horx den Megatrend Achtsamkeit erkannt – und er sollte Recht behalten. Heute prangt der Begriff ‚Mindfulness‘ auf dem Cover des Time Magazine und Achtsamkeits-Apps wie Mindspace erfreuen sich weltweit enormer Beliebtheit. Auch immer mehr Unternehmen erkennen die positiven Auswirkungen von Achtsamkeitstechniken auf ihr Business und versuchen diese in ihren Unternehmensalltag zu integrieren.

Für Matthias Horx ist Achtsamkeit (in die westliche Welt gebracht von Jon Kabat-Zinn) und die Achtsamkeitsmeditation aber nicht nur ein Trend, sondern ein Schlüsselbegriff der kommenden Jahre – und zwar auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Die Ursache dafür sieht er vor allem in der Überforderung der Menschen durch die globale Vernetzung, die zu enormem Stress und einer Überreizung durch digitale Medien führt. Horx vertritt die Meinung, dass das „Bindungswesen Mensch“ darunter leidet, dass echter Kontakt immer mehr durch Klicks, Worte immer mehr durch Kommentare und Freunde immer mehr durch Facebook Friends ersetzt werden.

Laut Matthias Horx leben wir durch die Vernetzung in einer Welt, die derart mit Information, Meinung, Erregung, Angst, Lärm, Gleichzeitigkeit, Krise und Katastrophe überfüllt ist, dass der Begriff ‚Achtsamkeit‘ darin auf den ersten Blick überhaupt keinen Platz findet. Horx empfindet die Menschheit aktuell als geradezu hysterisch, denn die Angst scheint immer mehr und mehr Diskurse zu beherrschen. Und das ist für den Zukunftsforscher ein riesiges Problem, schließlich wird aus Angst schnell Hass und dieser zeigt sich in immer primitiveren Weltbildern, Aggressionen und Regressionen. Der Zukunftsforscher ist der Meinung, dass es Achtsamkeit braucht, damit die Menschen wieder zur Besinnung kommen und erkennen, dass wir mit unserem Geist die Welt konstruieren. Wenn wir uns durch Achtsamkeit unserer Selbst-Wirksamkeit endlich bewusst werden, dann macht uns das zu freieren Individuen. Die enorme Wichtigkeit von Achtsamkeit lässt laut Matthias Horx nicht nach, denn auch in seinem Trendreport 2022 räumt der Forscher der Achtsamkeit einen wichtigen Platz ein und ruft das Zeitalter der Resilienz aus.

Matthias Horx zur Zukunft nach Corona

Für Matthias Horx ist die Zukunft eine innere Entscheidung, denn „sie kann nur entstehen, wenn wir eine Vision oder Idee von Verbesserung haben und wenn wir erwachsen mit dem Phänomen der Krise umgehen.“ Das ist jetzt, wo die Menschheit mitten in einer Pandemie steckt, natürlich schwierig. Schließlich verstärkt die aktuelle Krise Ängste, Hass und negative Gefühle. Der Umgang der Medien mit der Pandemie potenziert diese zusätzlich.

Aufgrund der langen Dauer der Pandemie sind die Menschen vom Angst-Haben erschöpft, sie wollen die belastende Situation einfach nur noch hinter sich bringen. Doch die Pandemie verschwindet nicht, denn COVID-19 ist wie jeder andere Virus auch – immer da und ein anzunehmender Teil unseres Lebens. Die Corona-Pandemie kommt daher – langfristig betrachtet – laut Matthias Horx „in eine gewisse Balance“, sozusagen in ein „pandemisches Equilibrium“. Anstatt sich also seinen Ängsten hinzugeben und auf ein Ende der Pandemie zu hoffen, könnte es sich durchaus lohnen, die Wahrnehmung für das freizumachen, was gerade im Umbruch ist. „Es passiert ungeheuer viel“, weiß Horx, aber viele Menschen sind nicht in der Lage, sich darauf einzulassen.

In seinem White Paper Der Corona Effekt hat der Zukunftsforscher Matthias Horx daher vier Szenarien aufgezeigt, wie die Gesellschaft aussehen könnte, wenn die Corona-Pandemie vorbei ist. Erfahre hier, um welche vier Szenarien es sich handelt.

Das für ihn wahrscheinlichste Szenario ist jenes, dass die Gesellschaft gestärkt aus der Pandemie hervorgeht. Matthias Horx sieht in der aktuellen Krise nämlich eine Chance und nicht den Anfang vom Ende, schließlich haben in der Vergangenheit Krisen schon oft zu Gegenreaktionen geführt, die etwas Positives angestoßen haben. Diese Gegenreaktionen werden aber in einer Krisenzeit nicht unbedingt wahrgenommen – das kann man erst aus einer gewissen Distanz heraus. Und für dieses Wahrnehmen aus der Distanz braucht es Achtsamkeit, denn achtsam zu sein bedeutet, Wissen an Kompetenz, Information an Vermögen und Kommunikation an Verstehen zu koppeln – nicht an Angst, Hass oder andere negative Gefühle.

Ein Achtsamkeitsprozess muss daher mit einer notwenigen Distanzierung, einem Innehalten beginnen. Das bewusste Im-Hier-und-Jetzt-Ankommen kann laut Horx dazu führen, dass man einen Moment lang an gar nichts mehr glaubt, was behauptet wird – und das ist okay. Denn schon bald wird dieses Innehalten eine heilsame Wirkung entfalten. Wie? Indem man damit beginnt, sich beim Beobachten selbst zu beobachten. So ist Achtsamkeit laut Matthias Horx nur auf den ersten Blick wie eine Abkoppelung von der Realität. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass sie der Weg ist, um in einer überfüllten, überreizten, überkomplexen Welt zu erkennen, dass diese nicht überfüllt, überreizt und überkomplex ist.

Matthias Horx als Gasttrainer am Mindful Leadership Institut

Achtsamkeit ist nicht nur der Weg aus der Corona-Krise, sondern auch der richtige und wichtige Schritt, um Organisationen und Unternehmen zu mehr Produktivität und Innovationskraft zu verhelfen sowie deren Betriebsklima signifikant zu verbessern. Im Zuge der Ausbildung zur Achtsamkeitstrainerin bzw. zum Achtsamkeitstrainer am Mindful Leadership Institut lernst du von weltweit anerkannten Trainerinnen und Trainern wie Matthias Horx, wie du Achtsamkeit im Arbeits- und Führungskontext anschaulich vermittelst und Menschen beim Einstieg in ihre persönliche Achtsamkeitspraxis begleitest. Melde dich jetzt zur Trainerinnen- bzw. Trainerausbildung an unseren Standorten in Wien, Salzburg, Hamburg, Berlin, Stuttgart oder Zürich an.

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