7 Tipps, um die eigene Mental Health zu stärken

Ein stressiger Alltag belastet den Körper. Das ist bekannt. Schließlich ist man am Ende eines langen Arbeitstages ausgelaugt und müde. Aber auch die Psyche wird durch Stress in Mitleidenschaft gezogen. Auch sie braucht Ruhephasen, um sich zu erholen. Während körperliche Anzeichen von Erschöpfung meist nicht ignoriert werden, wird auf die Bedürfnisse der Seele wenig geachtet. Ignoriert man diese Anzeichen, kann aber auch die Psyche erkranken. Auf die eigene mentale Gesundheit zu achten, ist daher unheimlich wichtig. Wie du deine Mental Health im Alltag stärkst, erfährst du in diesem Beitrag.

Was versteht man unter Mental Health? 

Mit dem englischen Begriff Mental Health bezeichnet man die mentale Gesundheit. Zu ihr zählen alle psychischen und emotionalen Vorgänge, die sich auf das eigene Wohlbefinden auswirken. Wer der mentalen Gesundheit keine Aufmerksamkeit schenkt, riskiert eine geringere Lebensqualität. Warum? Weil man ohne Mental Health unter Umständen nicht mehr in der Lage ist, die gewünschte oder aber auch erwartete Leistung zu erbringen. Dann steht vieles auf dem Spiel.

Da der berufliche wie auch private Alltag immer stressiger wird, ist das Thema psychische Gesundheit heutzutage so präsent wie noch nie. Denn jährlich werden Millionen von Menschen unfreiwillig mit dieser Thematik konfrontiert. Sie leiden an einer psychischen Erkrankung. An etwas, dass leider viel zu lange als gesellschaftliches Tabu galt. Denn über psychische Probleme spricht man nicht. Schließlich sind sie ein Zeichen von Schwäche. Betroffene haben leider aber auch heute noch unter Vorurteilen, Unverständnis und mit einer Stigmatisierung zu kämpfen. „Denk doch einfach mal positiv.“ „Stell dich nicht so an.“ „Die jüngere Generation hält ja wirklich überhaupt nichts mehr aus.“ Das sind nur einige der Aussagen, die Menschen mit psychischen Problemen zu hören bekommen. 

Damit die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen ein Ende hat, wurde bereits 1949 der Mai von der Organisation Mental Health America (MHA) zum Mental Health Awareness Month erklärt. Ziel dieser Idee: die Gesellschaft aufzuklären und so ein Bewusstsein für die mentale Gesundheit zu schaffen. Der Stigmatisierung entgegenzuwirken und Menschen mit psychischen Problemen wieder in die Mitte der Gesellschaft zu holen. Gründer dieser Vorreiterbewegung war Clifford Whittingham Beers. Ein in Connecticut geborener junger Mann, der persönlich mit einer psychischen Erkrankung zu kämpfen hatte. Die Geschichte seiner bipolaren Störung und seine wirklich schrecklichen Erfahrungen in der Psychiatrie publizierte er in einer Autobiografie, was einem absoluten Tabubruch gleichkam. Sein Einsatz machte ihn zum Begründer der amerikanischen Psychiatriereform-Bewegung.

Wie wichtig ist Mental Health?

Sehr wichtig. Denn ohne mental ausgeglichen zu sein, hat man weder Freude am Leben, noch kann man beruflich funktionieren. So einfach ist das. Die mentale Gesundheit beeinflusst jeden Bereich des Privatlebens und erschwert eine gesunde Beziehung zu anderen Menschen. Zudem wirkt sie sich auf die Arbeitsqualität und die Zufriedenheit im Job aus. Probleme mit der geistigen Gesundheit haben also Zukunftsängste und meist auch finanzielle Sorgen zur Folge. Die Mental Health hat also auf jeden Aspekt des Lebens großen Einfluss. Auf sie nicht zu achten, hat daher früher oder später fatale Folgen. 

Mental Health stärken: So gehts! 

Die mentale Gesundheit ist extrem wichtig. Es gilt sie daher zu erhalten und zu stärken. Die folgenden sieben Tipps können dir dabei helfen, deine mentale Gesundheit zu verbessern und so auch dein Wohlbefinden zu maximieren.

  1. Bewegung, Bewegung, Bewegung
    Sport hilft nicht nur dabei, die körperliche Gesundheit zu verbessern, sondern auch die psychische. Und das ist wissenschaftlich belegt. Bewegung wirkt sich positiv auf die Psyche und das eigene Wohlbefinden aus. Warum? Weil durch Sport der Körper vermehrt das Glückshormon Serotonin ausschüttet. Gleichzeitig baut er mit jedem Schritt das Stresshormon Cortisol ab. Aber nicht nur den chemischen Veränderungen im Körper ist es zu verdanken, dass Sport der psychischen Gesundheit guttut, sondern auch dem präfrontalen Cortex. Dieses Hirnareal ist besonders dann aktiv, wenn Gedanken wie wild durch deinen Kopf schwirren. Sport und Bewegung senkt die Aktivität des präfrontalen Cortex. Negative Gedanken lassen nach, der Gedankenstrom erliegt und es kehrt Ruhe ein.
  2. Mache regelmäßig Pausen
    Abschalten und durchatmen. Was sich so einfach anhört, ist im Alltag oft schwierig umzusetzen. Stress, Termindruck und die ständige Erreichbarkeit führen dazu, dass der Körper angespannt ist. Die Atmung wird flacher. Kleine Pausen, die über den ganzen Tag verteilt sind, bringen Kopf und Körper wieder dazu, sich zu entspannen. Auch längere Pausen am Feierabend oder am Wochenende sind für die Seele eine wahre Wohltat. Achte daher auch darauf, dass du außerhalb der Arbeit nicht in einen Freizeitstress verfällst. Hobbys, Unternehmungen und Treffen mit Freunden und Familie sind wichtig. Ruhepausen dazwischen aber ebenso.
  3. Gönn dir medienfreie Tage
    Laptop, Handy und Tablet – das Leben findet im digitalen Raum und auf digitalen Geräten statt. Auch wenn uns die technischen Helfer den Alltag erleichtern, so führen sie durch die mit ihnen verbundene Erreichbarkeit auch zu Stress. Und der kann sich wiederum negativ auf die mentale Gesundheit negativ auswirken. Versuche daher, dir medienfreie Zeiten zu gönnen. Am besten sogar ganze Tage. So hast du wieder Zeit für dich – ganz ohne Facebook, WhatsApp, Mailpostfach und Co. Lerne wieder, kurze Pausen im Alltag mit dir selbst zu verbringen, ohne sie mit dem Handy zu füllen. Verzichte auch darauf, mit dem Smartphone ins Bett zu gehen. Lass dich lieber von einem analogen Wecker wecken und mach das Schlafzimmer zu einem medienfreien Raum. So hast du wieder die Möglichkeit, beim Lesen einzuschlafen und ohne ersten Blick aufs Handy aufzustehen.
  4. Entspanne dich aktiv
    Medienfreie Tage dienen der Entspannung. Denn ein glücklicher Geist braucht vor allem eines: genügend Ruhe. Und die bildet das Fundament, auf dem Mental Health aufbaut. Achte daher immer wieder darauf, dass du deinem Körper und deiner Seele bewusst Raum für Ruhe schaffst. Dazu zählt auch eine erholsame und regenerative Nacht. Eine mit ausreichenden Tiefschlafphasen, die dich Stress gegenüber resistenter werden lässt. Genügend Schlaf ist daher wichtig. Er allein ist aber nicht der Schlüssel zu mentaler Gesundheit. Es gibt zahlreiche kleine Routinen im Alltag, die dir dabei helfe, endlich wieder einmal richtig abzuschalten. So sind ein aromatisches, heißes und ausgiebiges Vollbad bei klassischer Musik, ein Abend mit Gesichtsmaske und Lieblingsessen oder eine Massage mit heißen Ölen ein Garant für Entspannung. Achte daher darauf, dass dein privater Alltag mit Inseln der Entspannung gespickt ist. Nur so bleibst du im Gleichgewicht.Ein weiterer Weg zu mehr Ruhe und Achtsamkeit im Alltag ist die Meditation. Sie hilft dir dabei, kurzfristig wie auch langfristig zu entspannen. Hier gibt es zahlreiche Meditationsansätze, die garantieren, dass du den richtigen meditativen Weg zur Entspannung für dich findest. Egal ob die klassische Sitzmeditation, die Gehmeditation, die MBSR-Meditation oder eine spirituelle Art der Meditation wie das Mantra-Singen oder transzendentale Techniken – jede Form von Meditation lässt dich abschalten und bringt dein Inneres wieder ins Gleichgewicht. Zudem hat die Meditation zahlreiche Effekte auf Körper und Geist – und zwar wissenschaftlich erweisen: Sie setzt eine Glücksspirale in Gang, verringert den Einfluss von Stress auf den Körper, verbessert den Schlaf sowie deine kognitiven Fähigkeiten und steigert zudem noch deine Kreativität.Meditation lässt dich Achtsamkeit erlernen und dich so besser mit stressigen Situationen umgehen. Und das wirkt sich positiv auf deine mentale Gesundheit aus. Achtsamkeit in den Alltag zu integrieren ist nicht einfach. Mit Anleitung funktioniert es aber. Das Mindlead Institut (ehemaliges Mindful Leadership Institut) mit Standorten in Wien, Berlin, Salzburg, Hamburg, Stuttgart und Zürich bietet dir eine Vielzahl an Seminaren und Workshops, die dir helfen, Achtsamkeit effizient und dauerhaft in dein Leben zu integrieren. So lernst du zum Beispiel im sogenannten Resilienz- und Achtsamkeitsseminar, als Führungskraft dein Team mit Achtsamkeit zu führen. Und zwar so, dass es die von dir gestellten Aufgaben nicht nur erfolgreich meistert, sondern auch an den Herausforderungen des Berufes wächst. Und das stressfrei und gelassen.
  5. Gesunde Ernährung stärkt die mentale Gesundheit
    Eine gesunde Ernährung ist wichtig. Nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist. Warum? Weil sich Essen auf dein Wohlbefinden auswirkt. Nicht umsonst gibt es sogenanntes Comfort Food. Also eine Speise, die dir für den Moment ein Glücksgefühl beschert. Dieses ist hier aber nicht gemeint. Vielmehr eine ausgewogene und gesunde Ernährung, die sich nicht nur im Augenblick, sondern dauerhaft positiv auf deine Psyche auswirkt. Eine kanadische Studie hat 2019 nachgewiesen, dass salzige Produkte, Schokolade und ein geringes Maß an Obst und Gemüse bei Frauen Depressionen fördern können. Mit einer gesunden Ernährung verringerst du hingegen das Risiko, an einer Depression zu erkranken. Hier ist es wichtig, viele Vitamine durch den Verzehr von Obst und Gemüse wie auch vollwertige Getreideprodukte und ausreichend Omega-3-Fettsäuren zu dir zu nehmen. Und wenn das gesunde Essen schmeckt, kann auch dieses zum Comfort Food werden, oder nicht?
  6. Zeit mit Freundinnen, Freunden & Familie hält dich mental gesund
    Positivität ist ansteckend. Umgib dich daher mit Menschen, die Optimismus ausstrahlen und dir guttun. Freundinnen und Freunde sowie die Familie können nämlich wahre Stimmungsaufheller sein. So hat eine wissenschaftliche Studie von 2011 bewiesen, dass Aktivitäten mit Freundinnen und Freunden Stress abbauen, die Gesundheit fördern, das Wohlbefinden stärken und auch das Selbstwertgefühl verbessern. Triffst du diese positiven Menschen nicht nur über Skype und Zoom, sondern persönlich, so potenziert sich der Effekt sogar. Achte einmal darauf, welche Menschen dir guttun und stärke die Beziehung zu ihnen. Du wirst merken, dass nicht jede Person in deinem Freundeskreis dazu zählt. Manche Menschen entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als wahre Stimmungskiller. Sie nehmen dir Energie, statt dir Kraft zu geben. Sie reden dich klein, statt das Großartige in dir zu erkennen. So haben sie einen direkten Einfluss auf deine mentale Gesundheit – nur leider keinen positiven. Es kann daher sein, dass die eine oder andere Freundschaft irgendwann ein Ende findet, weil sie dir nicht guttut. Das sollte aber fair und in gegenseitigem Respekt passieren.
  7. Schlaf für die mentale Gesundheit
    Mama sagte immer: „Schlaf dich gesund.“ Und damit hatte sie vollkommen recht. Was sie jedoch auf den Körper bezogen hat, trifft auf die Psyche genauso zu. Diese braucht ausreichend Schlaf, um wieder genügend Energie für den kommenden Tag und dessen Aufgaben zu tanken. Versuche daher, jede Nacht ungefähr 8 Stunden zu schlafen. Natürlich kann hier dein persönliches Schlafbedürfnis von den 8 Stunden abweichen. Unter 6 Stunden pro Nacht solltest du aber dennoch nicht schlafen. Zu wenig Schlaf ist nämlich nicht gesund. Er belastet sowohl deinen Körper als auch deine Psyche. Beide sind dann weniger belastbar und anfälliger für Krankheiten. Höre daher immer auf deinen Körper – er sagt dir, wann er müde ist.

Welche Aus- und Weiterbildungen gibt es für Mental Coaches im Bereich Achtsamkeit?

Wenn du dich für eine Aus- oder Weiterbildung in Sachen Achtsamkeit interessierst, so empfiehlt sich ein Kurs, in welchem dir die Grundlagen vermittelt werden, die du brauchst, um ein guter und erfolgreicher Coach zu werden. Die Ausbildung zur zertifizierten Beraterin bzw. zum zertifizierten Berater für Mindfulness am Mindlead Institut an unserem Standort in Salzburg bietet dir genau das! Im Rahmen der 176 Stunden umfassenden Ausbildung legst du den Grundstein, den du für deinen Erfolg als Mental Coach brauchst.

» Zur Berater-Ausbildung für Mindfulness

Bist du bereits als Trainer, Coach oder Berater tätig, möchtest aber einzigartige Achtsamkeitstrainings im Arbeits- und Führungskontext entwickeln? Dann ist die Ausbildung zur zertifizierten Trainerin bzw. zum zertifizierten Trainer für Mindfulness in Organisationen genau die richtige Weiterbildung für dich. Möchtest du dein Coaching-Repertoire noch weiter ausbauen, so kannst du am Mindlead Institut im Zuge einer Weiterbildung das Salzburger Achtsamkeitsmodell kennen-, verstehen und vermitteln lernen.

» Zur Trainer-Ausbildung für Mindfulness in Organisationen

» Zur Trainer-Ausbildung nach dem Salzburger Achtsamkeitsmodell

Alle erwähnten Kurse am Mindlead Institut schließen mit einem umfassend anerkannten Zertifikat ab.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Mental Health

Was ist Mental Health? 

Der mentalen Gesundheit wird in der modernen, stressigen Welt oft viel zu wenig Beachtung geschenkt. Sehnen sich viele Menschen nach einem fitten Körper, so kümmern sich nur wenige darum, auch mental gesund zu sein. Und das ist sehr schade. Schließlich ist die Mental Health das Fundament von Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und sozialer Teilhabe. Hier benötigt es ein Umdenken. Zum Glück erkennen immer mehr Menschen, wie wichtig eine ausgeglichene Psyche ist. Psychische Probleme sind schließlich keine Seltenheit. Jeder kennt irgendwen, der an einer mentalen Erkrankung leidet. Und das ist kein Wunder. Schließlich registriert das Robert-Koch-Institut jedes Jahr eine immer größer werdende Zahl an Fällen von psychischer Erkrankung. Denn besonders die Pandemie und die damit einhergehenden Lockdowns haben die Anzahl der Menschen, die an psychischen Beeinträchtigungen leiden, drastisch in die Höhe schießen lassen. Burnout, Depressionen, Angststörungen und Co. sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Und die Forschung kennt heute schon über 200 verschiedene Formen von psychischen Störungen, die sich von Mensch zu Mensch unterschiedlich äußern. Es ist also an der Zeit, etwas dagegen zu unternehmen und die eigene mentale Gesundheit in den Blickpunkt zu rücken.

Kann man Mental Health aktiv stärken?

In dem oberen Beitrag haben wir 7 Tipps für dich zusammengestellt, die dir dabei helfen, dein inneres Gleichgewicht wiederzufinden. Setze auf

  • Sport,
  • regelmäßige Pausen,
  • medienfreie Tage,
  • aktive Entspannung,
  • gesunde Ernährung,
  • Zeit mit Freundinnen, Freunden und Familie
  • sowie ausreichend Schlaf,

um die eigene mentale Gesundheit zu stärken. Wichtig in Sachen Mental Health ist aber nicht nur der Fokus auf sich selbst. Sondern auch der auf andere. Besonders als Führungsperson sollte es dir wichtig sein, dass deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mental leistungsfähig und belastbar sind. Es gilt daher, das Thema Mental Health auch ins Unternehmen zu holen. Das führt dazu, dass der Stigmatisierung von psychischen Krankheiten entgegengewirkt wird und es innerhalb der Firma zu mehr Verständnis kommt.

So trägt man als Unternehmen dazu bei, dass mögliche Symptome einer Erkrankung frühzeitig erkannt werden und so rechtzeitig entgegengesteuert werden kann. Die Überforderung einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters muss so nicht in einem Burnout enden. Wer rechtzeitig auch im Unternehmen Maßnahmen ergreift, hilft schließlich der gesamten Belegschaft dabei, die Psyche wieder in Balance zu bringen.

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