5 Effekte der Meditation auf den Körper

Meditieren, was soll das schon bringen? Da sitzt man ja nur herum und macht nichts. Das ist doch absolute Zeitverschwendung. Genau das denkt sich so mancher. Meditieren wirkt sich aber extrem positiv auf den Menschen aus. Und zwar auf Körper und Geist – das ist wissenschaftlich bewiesen. 

Was bringt Meditation? 

Folgende fünf positive Effekte hat Meditation auf Körper und Geist:

  1. Meditieren verstärkt positive Gefühle und setzt eine Glücksspirale in Gang
    Das hört sich vielleicht komisch an, aber meditieren macht glücklich. Und wer regelmäßig meditiert, der wird den positiven Effekt schon bald an sich bemerken. In einer Studie hat die Wohlbefindensforscherin Barbara Fredrickson 2013 die Auswirkung von Meditation auf die Gefühlswelt des Menschen festgestellt. 65 Angestellte haben sechs Wochen lang die sogenannte Liebende-Güte-Meditation praktiziert. Täglich haben sich die Probandinnen und Probanden 15 Minuten Zeit genommen, um in einer aufrechten Sitzposition zu meditieren. Dabei haben sie Gedanken der Güte ausgesprochen, die sich an das eigene Wohlbefinden richten. Diese Gedanken der Güte wurden immer weiter gesteigert. Haben sie sich zu Beginn nur auf das eigene Wohlbefinden bezogen, wurden sie nach und nach immer mehr erweitert.Wie das aussieht? So:
    Möge ich voll Freude sein.Mögen die, die ich liebe, heiter sein.
    Mögen alle meine Bekannten Freude empfinden.
    Mögen auch Fremde glücklich sein.
    Möge die ganze Menschheit voller Freude sein.Im Zuge der Liebende-Güte-Meditation wurde also der positive Gedanke immer mehr erweitert. In ihrer Studie mit dem Titel „How Positive Emotions Build Physical Health“ hat Barbara Fredrickson folgendes Ergebnis des Versuchs festgehalten: Nach sechs Wochen verspürten die 65 Probandinnen und Probanden deutlich mehr Dankbarkeit, Liebe, Hoffnung und Freude. Zudem nahmen die negativen Gefühle ab. Sie erlebten außerdem die Beziehung zu anderen Menschen positiver und nahmen diese als näher war. Auch einen körperlichen Effekt konnte Barbara Fredrickson feststellen: Das vegetative Nervensystem hat sich verändert. Wie? Der Vagusnerv wies eine höhere Aktivität auf. Ein nachweisbares Zeichen dafür, dass der Körper entspannter ist. Dieser Nerv ist nämlich nur dann aktiv, wenn sich Organe – wie das Herz – und der Bauch entspannen.
  2. Stress bekämpfen durch Meditation
    Wenn Meditation dabei hilft, dass sich der Körper nachweislich entspannt, so ist es kein Wunder, dass Meditieren ein anerkanntes Hilfsmittel zum Stressabbau ist. Für viele Expertinnen und Experten – darunter auch Jon Kabat-Zinn – ist die Meditation daher eine der effektivsten Methoden, um Stress etwas entgegenzusetzen. Bereits eine 25-minütige Meditationseinheit an drei aufeinanderfolgenden Tagen bewirkt wahre Wunder. Das hat eine Studie von 2013 bewiesen. Hier meditierten 66 Probandinnen und Probanden zwischen 18 und 30 Jahren an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Die Auswirkung? Sie lernten, sich auf den Atem zu konzentrieren, sich zu entspannen und voll und ganz im Hier und Jetzt anzukommen. Danach waren sie zudem stressresistenter. Man muss also nicht jahrelang regelmäßig meditieren, damit Meditationsmethoden wirken. Wenige Tage reichen bereits aus.
  3. Meditation verbessert den Schlaf
    Wer den Alltagsstress hinter sich lässt, kommt innerlich zur Ruhe. Und diese Ruhe braucht es, um gut zu schlafen. So ist einer der positiven Effekte der Meditation ein erholsamer Schlaf. Dieser ist elementar, um im beruflichen sowie privaten Alltag stressresistenter zu sein. Meditieren hilft so nicht nur dabei, Stress abzubauen, sondern diesen gar nicht erst aufkommen zu lassen. Die Meditation befreit vom emotionalen Ballast. Und ohne diesen lässt es sich gleich viel ruhiger und tiefer schlafen.
  4. Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten
    Durch Meditation wird das Gehirn verändert – und zwar wissenschaftlich belegt. So werden genau in dem Areal Hirnzellen und graue Hirnsubstanz aufgebaut, das für das Gedächtnis und die Aufmerksamkeitsleistung verantwortlich ist. Das ist genau der Bereich, der bei Menschen mit Demenz und Depressionen eine große Rolle spielt. Um diesen Effekt zu erzielen, braucht es keine jahrelange Meditationserfahrung. Das konnte Sara Lazer vom Massachusetts General Hospital mithilfe eines MRT nachweisen. Bereits 10 Minuten am Tag reichen aus, um die Aufmerksamkeit zu verbessern und fokussierter zu bleiben. Eine andere Studie konnte 2006 sogar beweisen, dass der präfrontale Cortex bei Menschen, die regelmäßig meditieren, dichter verknüpft ist. Und das bedeutet, dass Entscheidungen schneller getroffen, Impulse leichter kontrolliert und komplexe Handlungen besser geplant werden können.
  5. Meditation macht kreativ
    Der Mensch ist kreativ. Jedoch fällt es ihm mit zunehmendem Alter immer schwerer, auf sein kreatives Potenzial zuzugreifen. Warum? Weil kreative Ideen durch Impulse aus der Umwelt gehemmt oder blockiert werden. So kommt es auch, dass Kinder ihre Kreativität frei ausleben und Erwachsene vorm weißen Blatt verzweifeln. Achtsamkeit hilft jedoch dabei, dass die Kreativität wieder in den Fluss kommt. Wie? Indem man seine Gedanken schweifen lässt und so das Entstehen von neuen Ideen zulässt. Vollkommen wertfrei und ohne vorgegebene Grenzen. Eine australische Studie von 2005 konnte genau das wissenschaftlich bestätigen. Durch sie wurde festgestellt, dass Meditation – und zwar die offene Beobachtungsmeditation – das kreative Denken verbessert. 

Ziel der Meditation: Gedanken zur Ruhe bringen 

Wer meditiert, der ist im Hier und Jetzt – als stiller Zeuge und Beobachter. Ohne das zu bewerten, was gerade geschieht. Man ist voll und ganz da angekommen, wo man gerade ist. Der ständige Gedankenstrom kommt zum Erliegen und im Kopf kehrt endlich Ruhe ein. Man nimmt an, was gerade ist und erfährt so Stille, Friede, Leere und Freiheit. Und dieser beruhigende Einfluss auf Körper und Geist wirkt sich aus. Nachweislich und nachhaltig.

Wie oft und wie lange meditieren? 

Schon wenige Minuten täglich reichen aus, um die positiven Effekte der Meditation zu erfahren. Dabei ist es völlig unerheblich, wie man meditiert. Wichtig ist nur, dass man es tut – und das regelmäßig. Wer es nicht mag, in Stille ruhig zu sitzen, der kann auch andere Meditationsmethoden ausprobieren. Schließlich gibt es unzählige Arten der Meditation und neben der bekannten Sitzmediation auch die freiere Gehmeditation, die Atemmeditation im Liegen oder eine spirituelle Art der Meditation wie das Mantra-Singen oder transzendentale Techniken. So unterschiedlich diese Meditationsformen sind, so haben sie doch alle eines gemeinsam: Sie helfen dabei, sich auf Gefühle, Gedanken, den Körper, ein Bild oder ein Mantra konzentriert. Und lassen so im Geist Ruhe einkehren.

Meditieren steigert die Achtsamkeit 

Meditation schult Achtsamkeit, denn wer meditiert, kommt voll und ganz im Hier und Jetzt an. Meditation und Achtsamkeit gehen also Hand in Hand. Darüber hinaus gibt es aber auch eine spezielle Achtsamkeitsmeditation, die dich lehrt, alle deine Gedanken willkommen zu heißen. Ganz ohne einen gegenüber einem anderen zu bevorzugen. Das gelingt dann, wenn man einen Standpunkt jenseits der eigenen Gedanken einnimmt. Eine achtsame Position, von der aus man die auftauchenden Erfahrungen nicht mehr bewertet, sondern nur noch zulässt.

Achtsamkeit erlernen mit dem Mindlead Institut (ehemaliges Mindful Leadership Institut)

Meditation und Achtsamkeit brauchen keinen Ablauf und kein bestimmtes Setting. Dennoch fällt es oft schwer, diese ohne Anleitung erfolgreich in den Alltag zu integrieren. Und das ist sehr schade. Schließlich kannst du als Führungskraft von den positiven Effekten der Meditation sowie eines Achtsamkeitstrainings nachhaltig profitieren. Das Mindlead Institut mit Standorten in Wien, Berlin, Salzburg, Hamburg, Stuttgart, und Zürich bietet zahlreiche Seminare und Workshops an, die dir dabei helfen, Achtsamkeit zu leben. Und das beruflich wie auch privat. So lernst du zum Beispiel im Resilienz- und Achtsamkeitsseminar von weltweit angesehenen Expertinnen und Experten dein Team mit Achtsamkeit zu führen. Und auch an den dir gestellten Herausforderungen zu wachsen. Und das stressfrei, gelassen und ausgeschlafen.

Es gibt viele Methoden und Ansätze, die dir dabei helfen, deinen Alltag mit Achtsamkeit zu bereichern. Neben dem Beobachten der eigenen Gedanken unterstützen dich auch unsere Seminare und Workshops dabei, an den Herausforderungen deines Lebens zu wachsen:

  • Im Mindful Leadership Workshop lernst du an unserem Standort in Salzburg, innerlich bewusst zur Ruhe zu kommen, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden und als Führungsperson ganz präsent zu sein.
  • Im Co-Resolve Seminar werden dir praktische Werkzeuge für die Arbeit mit der Vielfalt menschlicher Perspektiven vermittelt. So steigerst du als Führungskraft das kreative Potenzial innerhalb deiner Organisation.
  • Im Workshop für Achtsamkeit und Resilienz setzen wir auf Mindfulness und zeigen dir, wie du mit innerer Stärke den Herausforderungen des Lebens begegnen kannst.

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